Das neue Wohnquartier entsteht in direkter Nachbarschaft eines Friedhofs. © Beate Dönnewald
Mit Spielplatz und Kindergarten

Im Dortmunder Westen entsteht ein neues Baugebiet mit 200 Wohneinheiten

Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser sollen auf einer Grünfläche im Dortmunder Westen gebaut werden. Wichtig für junge Familien: Obendrauf gibt es einen Spielplatz und eine Kita.

Baugrundstücke sind in Dortmund Mangelware. Vor allem junge Familien werden oftmals nicht fündig und weichen in die Nachbarstädte aus. Ein neues Baugebiet im Dortmunder Westen soll die Lage weiter entspannen.

Im Stadtbezirk Lütgendortmund stellt die Stadt dafür ein 4,1 Hektar großes Areal zur Verfügung. Hier soll ein Wohnquartier mit über 200 Wohneinheiten entstehen. Zu den Plänen gehört zudem der Bau eines großen Spielplatzes und einer Kindertagesstätte.

„Mit der Entwicklung der Fläche soll ein wichtiger Beitrag zur Schaffung von Wohnraum im Stadtbezirk geleistet werden“, schreibt die Stadt in ihrer Vorlage. Das Projekt befindet sich allerdings noch ganz am Anfang. Denn zunächst muss die Verwaltung die rechtlichen Voraussetzungen schaffen.

Baugebiet neben dem Bezirksfriedhof

Konkret geht es um das Areal neben dem Bezirksfriedhof Lütgendortmund. Eingegrenzt wird es im Norden durch die Gehölzflächen von Friedhof und Bauhof, im Osten durch die Idastraße und im Süden durch die Straße „Auf dem Toren“. Letztere gibt dem neuen Bebauungsplan Lü 141 auch seinen Namen.

Die komplette Fläche ist circa 5,7 Hektar groß, denn neben der Wohnbebauung auf 4,1 Hektar sollen auf dem restlichen Bereich die notwendigen ökologischen Ausgleichsflächen entstehen. Das Konzept sieht eine Mischung aus Mehrfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern vor.

In direkter Nachbarschaft des zukünftigen Neubaugebiets befindet sich das noch recht neue Wohnquartier „Ida-Carré“. Dieses Viertel mit 42 neuen Eigenheimen liegt zwischen Idastraße, In der Schmechting, Neu-Crengeldanz-Straße und Auf dem Toren.

Außerdem gibt es hier noch den Sportplatz der SG Lütgendortmund und das Musiktheater Piano. Parkplätze zu finden, ist jetzt schon schwierig. Das weiß auch die Stadt, die deshalb im Zuge des neuen B-Plans ein „erhöhtes Stellplatzangebot“ schaffen will. Bereits im März 2018 hatte die Bezirksvertretung einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Entree mit Alleecharakter

Das zukünftige Quartier soll an zwei Stellen von der Bestandsstraße „Auf dem Toren“ erschlossen werden: vom bisherigen Wendehammer im Westen sowie über eine Fläche zwischen den Gebäuden mit den Hausnummern 34 und 38.

Hier liegt das zukünftige Baugebiet in Lütgendortmund. © Grafik Martin Klose © Grafik Martin Klose

Dazu schreibt die Stadt: „Der östliche Quartierseingang bildet das wichtigste Entree und soll daher von hoher grünordnerischer Qualität mit Alleecharakter ausgebildet werden.“ Die Haupterschließungsstraße soll in Verbindung mit der Straße „Auf dem Toren“ einen Ring bilden, von dem vier Stichstraßen nach Norden abgehen.

Baubeginn vielleicht 2024

Ein Zeitplan findet sich in der städtischen Vorlage nicht. „Es sind bei einem Vollverfahren wie diesem sehr viele Belange zu klären, so dass die Zeitschiene nur sehr vage bleiben kann“, so Stadtsprecher Christian Schön auf Anfrage dieser Redaktion. „Bei einem idealen Verlauf kann ein Baubeginn vielleicht schon im Jahr 2024 stattfinden.“

Zunächst einmal muss die Politik grünes Licht für den Bebauungsplan Lü 141 Auf dem Toren geben. Zuständig ist der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen. Die Beschlussvorlage steht am 17. März auf seiner Tagesordnung.

Die Bezirksvertretung Lütgendortmund konnte In ihrer März-Sitzung nur eine Empfehlung für die Aufstellung des neuen Bebauungsplans und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit aussprechen. Die fiel einstimmig aus.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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