Auch in der Kirchlinder Gemeinde St. Josef sind jetzt alle Präsenz-Gottesdienste ab dem 21. Dezember abgesagt worden. © Stephan Schütze (A)
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Immer mehr katholische Gemeinden sagen Präsenz-Gottesdienste ab

Der Pastoralverbund Dortmunder Westen machte es vor, der Pastoralverbund Am Revierpark zog mit weiteren Gemeinden in Dortmund nach und hat alle Präsenz-Gottesdienste ab 21. Dezember abgesagt.

Der katholische Pastoralverbund Dortmunder Westen war der Vorreiter, trotz des Festhaltens des Erzbistums Paderborn an Präsenzgottesdiensten alle Messen mit Besuchern in der Zeit nach dem 4. Advent abzusagen. Wie die Katholische Stadtkirche nun am Samstagmittag (19.12.) mitteilte, haben sich diesem Vorgehen jetzt weitere Pastoralverbünde in der Stadt, auch im Westen angeschlossen.

Der Pastoralverbund Dortmunder Westen, zu dem die katholischen Kirchengemeinden in Lütgendortmund, Bövinghausen, Marten und Oespel-Kley gehören, hatte zuerst die Reißleine gezogen und alle Präsenzgottesdienste vom 21. Dezember bis zunächst zum 10. Januar abgesagt.

Pastoralverbünde trafen sich zur Videokonferenz

Zwar gilt weiter die grundsätzliche Leitlinie des Erzbistums Paderborn, nach der Präsenz-Gottesdienste unter strengen Hygieneauflagen gefeiert werden sollten, die örtlichen Kirchengemeinden können aber mit Blick auf die Situation vor Ort zu anderen Entscheidungen kommen, so teilte es die Stadtkirche mit.

Zu einem Austausch darüber trafen sich am Samstagvormittag die Leiter der Dortmunder Pastoralverbünde in einer Videokonferenz. Dabei sei deutlich geworden, dass sich die Teams in aktuell vier Pastoralen Räumen in Dortmund entschieden haben, vom 21. Dezember bis zum 10. Januar keine Präsenz-Gottesdienste zu feiern.

Neben dem Pastoralverbund Dortmunder Westen gehören danach laut Mitteilung der Stadtkirche die Pastoralen Räume Dortmund-Nordost, Dortmund-Ost und nun auch der Pastoralverbund Am Revierpark. Zu dem gehören im Stadtbezirk Huckarde die Gemeinden St. Barbara, St. Karl Borromäus, St. Stephanus, St. Josef mit Hl. Kreuz, St. Christophorus und St. Urbanus in den Stadtteilen Dorstfeld, Deusen, Kirchlinde-Rahm und Huckarde.

Digitale Angebote sollen ausgebaut werden

Ausgebaut werden sollen an Stelle der Präsenz-Gottesdienst nun die digitalen Angebote sowie die Präsenz von Seelsorgerinnen und Seelsorgern in den Kirchen. Die Kirchen sollen vielfach zu den sonst üblichen Gottesdienstzeiten und darüber hinaus geöffnet werden und an den Weihnachtstagen können demnach auch die Krippen besucht werden.

Weitere Auskünfte zum Vorgehen im Pastoralverbund Am Revierpark wurden bisher nicht veröffentlicht. Wie die Stadtkirche aber für alle Gemeinden in der Stadt mitteilt, sollen alle Gottesdienste zum 4. Advent noch wie angekündigt als Präsenzgottesdienst stattfinden.

Gläubige, die einen Gottesdienst besuchen möchten oder sich bereits für einen Gottesdienst angemeldet haben, werden allerdings aufgerufen, sich über das jeweils gültige Angebot auf den Internetseiten der Kirchengemeinden und Pastoralen Räume zu informieren.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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