Seit Jahren wird hier nicht mehr gebaut. Noch immer fehlt ein gültiger Bebauungsplan für das Neubaugebiet in Oespel. © Beate Dönnewald
Bauen in Dortmund

Jahrelanger Baustopp in Oespeler Neubaugebiet: Kein Ende in Sicht

Dortmunds wohl bekanntester Bebauungsplan wird noch immer überarbeitet. Nun gibt es neue Verzögerungen - der geplante Bau von 100 Häusern steht weiterhin in den Sternen.

Bei Anfragen zum Bebauungsplan Lü 148 n, vormals Lü 148, gibt sich die Stadtverwaltung sehr zugeknüpft. Was wohl daran liegt, dass beide Bebauungspläne schon mehrfach vor Gericht durchgefallen sind. Seit Jahren wird dort nicht mehr gebaut.

Nun gibt es neue Verzögerungen – der geplante Bau von weiteren 100 Häusern auf dem Areal an der Ewald-Görshop-Straße und am Steinsweg in Oespel steht immer noch in den Sternen. Denn nachdem der aktualisierte Entwurf im Sommer 2019 öffentlich ausgelegt wurde, arbeitet die Verwaltung zurzeit an einer erneuten Offenlage.

Beim Immissionsschutz musste die Stadt nacharbeiten

„Ein dafür erforderlicher Offenlage-Beschluss ist für die Dezember-Sitzung des Rates vorgesehen. Wir gehen davon aus, dass wir dann Anfang 2021 die erneute Offenlage durchführen“, schreibt Stadtsprecher Christian Schön. Die knappe Begründung lieferte er nach einer zweiten Anfrage: „Im Bereich Immissionsschutz musste nochmal nachgearbeitet werden.“

Die Offenlage ermöglicht Bürgern, die Unterlagen einzusehen sowie Anregungen und Bedenken zu äußern. Bereits 2019 hat Judith Zimmermann, Vorsitzende der Bürgerinitiative Pro Oespeler Lebensraum, davon ausgiebig Gebrauch gemacht: Auf 340 Seiten hat die Gegnerin des B-Plans knapp 400 Anregungen aufgelistet. Allein diese Auswertung dürfte die Verwaltung viel Zeit gekostet haben.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald
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