Mittlerweile hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die sich gegen das geplante Neubaugebiet wehrt. © Udo Diesing
200 Wohneinheiten

Kampf gegen Neubaugebiet: Expertin lobt professionelle Bürgerinitiative

Der Baubeginn für 200 Wohneinheiten soll frühestens 2024 sein. Schon jetzt hat sich eine Bürgerinitiative gegründet. Das ist rekordverdächtig schnell. Ihre Professionalität verblüfft eine Expertin.

Sabine Darschnik hat Erfahrung mit Bürgerinitiativen. Vor allem mit solchen, die sich gegen die Bebauung von Grünflächen wehren. Was sie gerade in Lütgendortmund erlebt, verblüfft die promovierte Biologin und enge Mitarbeiterin des Dortmunder BUND-Sprechers Thomas Quittek.

„Sehr professionell und gut strukturiert“, so lobt sie die noch namenlose Bürgerinitiative, die den Bau von über 200 Wohneinheiten (Lü 141) auf der Fläche neben dem Bezirksfriedhof verhindern will. 2024 sollen hier frühestens die Bagger anrollen. Die BI mit ihren Sprechern Klaus Heise und Udo Diesing ist also auch noch sehr schnell.

Anfang August wurde die BI mit rund 80 Mitgliedern gegründet. Infoveranstaltungen, Flyer drucken und das Einschalten eines Fachanwalts gehen bereits auf das Konto der engagierten Nachbarschaft in der Idastraße und der Straße Auf dem Toren.

Für ganz Lütgendortmund bedeutsam

Sabine Darschnik ist nun Teil des BI-Vorstands. Sie sieht gute Chancen für die Rettung des Areals. „Die Stadt muss erkennen, dass sie ihre Grünflächen nicht einfach verschenken darf, wenn sie die Klima- und Luftgestaltung in ihrer Hand halten will.“

Das Gebiet zwischen Martener Straße, Idastraße und Auf dem Toren sei für ganz Lütgendortmund bedeutsam. „Als Teil einer überregionalen Vernetzung.“ Das solle sich auch im BI-Namen widerspiegeln. Eine Idee sei „Grünes Band bleibt in Lütgendortmund“.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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