Kirmesfans möchten wieder hoch hinaus: Die Stadt sorgt zu diesem Thema jetzt für Klarheit. © Stephan Schuetze (Archiv)
Coronavirus

Kirmes: Amt und Schausteller mussten schwierige Entscheidung treffen

Endlich mal wieder Karussell fahren und Zuckerwatte naschen: Manche hatten sich den noch nicht bestätigten Kirmes-Termin im Dortmunder Westen schon eingetragen. Nun gibt es eine Entscheidung.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wochenlang haben deshalb Schausteller, Kirmes-Fans und alle weiteren Beteiligten feste die Daumen gedrückt, damit die beliebte Bartholomäus-Kirmes in Lütgendortmund am ersten September-Wochenende stattfinden kann. Unter bestimmten Bedingungen würde dies die aktuelle Coronaschutzverordnung erlauben.

Nun müssen alle, die bis zum Schluss gehofft haben, tapfer sein: Denn die Bartholomäus-Kirmes – Alteingesessene sprechen auch gerne von der Pflaumenkirmes – muss auch in diesem Jahr abgesagt werden. Das verkündete Stadtsprecher Maximilian Löchter am Mittwochnachmittag (28.7.) in einer Pressemitteilung.

Stadt bedauert die Entscheidung

Aufgrund der Bestimmungen der Coronaschutzverordnung hatte das Ordnungsamt als Veranstalter zunächst eine Verschiebung der Kirmes, die seit über 600 Jahren immer am letzten August-Wochenende stattfindet, in den September angedacht.

„Mit Erreichen der Landesinzidenzstufe 1 wurde nunmehr entschieden, dass die Kirmes auch in diesem Jahr nicht stattfinden kann“, schreibt Maximilian Löchter. Dem Ordnungsamt und allen weiteren Beteiligten falle diese Absage schwer, betont er: „Da man weiß, wie sehr sich vor allem die Kinder und Jugendlichen in Lütgendortmund auf diese Veranstaltung gefreut haben.“

Zugangskontrollen nicht realisierbar

Nur für den Fall, dass sich die Stadt und das Land in der Inzidenzstufe 0 befinden, räumt die aktuelle Coronaschutzverordnung die Möglichkeit stichprobenartiger Kontrollen der Negativtestnachweise (beziehungsweise Impf- oder Genesenennachweise) ein. „Andernfalls ist eine Zugangskontrolle erforderlich, die bei der Bartholomäus-Kirmes, die sich über den gesamten Ortskern von Lütgendortmund zieht, wie bei den meisten offenen Straßen- und Stadtteilfesten, nicht realisierbar ist“, erklärt Maximilian Löchter.

Keine verlässliche Planung möglich

Die momentane Corona-Lage habe letztlich keine andere Entscheidung zugelassen, so der Stadtsprecher. Denn: „Das Land Nordrhein-Westfalen befindet sich seit dem 26. Juli bereits in der Inzidenzstufe 1, und auch in Dortmund steigen die Inzidenzwerte aktuell wieder.“

Eine verlässliche Planung sei für das Ordnungsamt, die Schausteller, die Gewerbetreibenden und alle weiteren Beteiligten der Bartholomäus-Kirmes aufgrund der nicht absehbaren Entwicklung des Infektionsgeschehens, insbesondere im Hinblick auf die Delta-Variante und die aktuell steigenden Inzidenzen, vor diesem Hintergrund nicht möglich, bedauert der Stadtsprecher.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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