Diese transportable Photovoltaik-Anlage passt auf (fast) jeden Balkon. Zwei Vereine leihen sie Interessierten zum Testen aus. © privat
Photovoltaik

Klimaschutz zum Testen: Vereine leihen transportable Solaranlage aus

Extremwetter-Ereignisse: Viele Menschen wollen etwas fürs Klima tun. Manche sind unsicher. Andere haben kein eigenes Dach für eine Solaranlage. Dorstfelder Vereine machen ihnen ein Angebot.

Starkregen-Ereignisse mit Hochwasser und Verwüstungen. In anderen Regionen extreme Dürre mit Hitze und Waldbränden. Der Klimawandel ist allgegenwärtig. Viele Menschen möchten etwas für das Klima tun, sind aber unsicher. Vor allem im eigenen häuslichen Bereich: Bringt eine Solaranlage etwas? Geht das bei mir? Wie viel Strom spare ich?

Mitglieder der IG Denkmalsiedlung Oberdorstfeld und des Vereins für Orts- und Heimatkunde Dorstfeld engagieren sich schon seit einiger Zeit für den Klimaschutz. Das ist gerade im Denkmalbereich nicht einfach. Hinzu kommen die Unsicherheiten von Bewohnern, wie das funktioniert.

Transportable Anlage auch für den Balkon

Nun sind die ersten Solar-Anlagen in der Siedlung fertig. Beide Vereine wollen andere Nachbarn ins Boot holen. Denn es gibt jetzt eine kleine, transportable Solaranlage, die Interessenten sich in den Garten stellen können.

„Zur Not tut es auch ein großer Balkon“, schreibt Horst Wessel in einer Pressemitteilung. Er ist Initiator der Aktion. „Das Ganze ist fertig zusammengebaut, man kann es einfach in eine Steckdose stecken. Elektrisch ist es sicher und entspricht den Richtlinien der EU.“

Das deutsche Recht erlaube eine Leistungskapazität von maximal 600 Watt, die EU sogar 800 Watt, heißt es in der Pressemitteilung. Eine Anleitung und Unterstützung bei Fragen und Problemen gebe es natürlich auch. Informationen über diese Kleinanlagen als Balkon-Fotovoltaik finden Interessierte auch im Internet.

Interessierte können Modul einen Monat lang testen

Neugierigen und Zweiflern bietet er an, sich das Modul für einen Monat zum Testen auszuleihen. Hilfe beim Aufstellen und die Anleitung, was zu beachten ist, gibt es dazu. „Außer der Mühe kostet das nichts, das Material haben wir als Beitrag zur Energiewende und zum Umweltschutz privat beigesteuert“, heißt es in der Presseinformation.

Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Ralph Stoltze (SPD) lobt die Idee: „Global denken, lokal handeln ist mein Motto. Oft scheitert die konkrete Umsetzung der Energiewende an fehlenden Informationen oder Gelegenheiten. Deshalb halte ich das Angebot und die Beratung der Solar-Initiative der Dorstfelder Vereine für eine praktische Möglichkeit für die Bürger*innen, etwas für das Klima zu tun.“

Interessierte, die in oder in der Nähe von Dorstfeld wohnen, können sich bei Horst Wessel per E-Mail (testen@1megawatt.de) melden. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.1megawatt.de.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Geboren 1964. Dortmunder. Interessiert an Politik, Sport, Kultur, Lokalgeschichte. Nach Wanderjahren verwurzelt im Nordwesten. Schätzt die Menschen, ihre Geschichten und ihre klare Sprache.
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Uwe von Schirp

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