Meinung

Klingt wie Ausrede: Kaputter Bürgersteig ist plötzlich wieder sicher

Der Bürgersteig an der Huckarder Straße wird nach einem Unfall aus Sicherheitsgründen gesperrt und dann ohne Reparatur wieder freigegeben. Das gibt unserem Autor zu denken.
Der beschädigte Bürgersteig war erst aus Sicherheitsgründen gesperrt und wurde nun, ohne Reparatur, wieder freigegeben. Die Absperrungen am Rand sollen vor den kaputten Randsteinen schützen. © Holger Bergmann

Es ist die Geschichte von den nicht behandelten, aber trotzdem plötzlich geheilten Pflastersteinen an der Huckarder Straße. Und die Geschichte von Dingen, die ihre Zeit brauchen und Dingen plötzlich ganz schnell gehen.

Holger Bergmann
Holger Bergmann © Holger Bergmann © Holger Bergmann

Nachdem ein tonnenschwerer Laster in die Betonsteine fuhr, wurde der Bürgersteig zunächst aus Sicherheitsgründen gesperrt. Monate später gibt es keine Sicherheitsbedenken mehr. Der Gehweg ist benutzbar, ohne dass vorher repariert wurde.

Aus dem Gebüsch gezogen

Das ist natürlich nicht unmöglich. Vielleicht haben sich erste Sicherheitsbedenken ja einfach nicht bestätigt. Das könnte authentisch klingen, wäre da nicht die Episode mit dem Sturm. Ein Sturm hatte die Absperrung umgestürzt.

Die Elemente wurden nicht mehr so wieder aufgebaut, wie sie vorher waren, sondern stehen nun am Wegesrand. Das wirkt auf den zweiten Blick so, als hatte da jemand keine Lust, die Absperrung wieder richtig aufzustellen, nachdem man die Teile aus dem Gebüsch gezogen hatte.

Und plötzlich war die Benutzung des Bürgersteigs wieder sicher? Das alles würde wesentlich professioneller wirken, wenn die Reparaturen endlich beginnen würden. Die Straße für die Autos war ja nach wenigen Tagen wieder fertig. Der Gehweg für Fußgänger aber nach sechs Monaten immer noch nicht. Diese Prioritäten sind nicht in Ordnung.

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