Reiner Schramowski (Siedlergemeinschaft Deusen) hat mehrere Müllberge am 26. Dezember 2020 gefunden. Schramowski hat Ideen, wie vermieden werden kann, dass im Dortmunder Westen illegal Müll abgekippt wird. Die Stadt Dortmund prüft die Vorschläge. © Frederike Schneider
Umweltverschmutzung

Lösung gegen illegalen Müll: Stadt Dortmund prüft Bürger-Ideen

Im Dortmunder Westen haben Unbekannte illegal entsorgte Müllberge entdeckt. Jetzt prüft die Stadt die Lösungsvorschläge von Bürgern, wie illegale Müllkippen vermieden werden können.

Reiner Schramowski entdeckte im Dezember 2020 mehrere Müllberge im Dortmunder Westen, die Unbekannte dort illegal „entsorgt“ haben müssen. Mittlerweile hat die EDG den Müll beseitigt.

Doch die Frage bleibt: Wie kann man es denjenigen schwerer machen, die alte Kabelreste, ausgediente Autoreifen und anderen Müll an der Ecke Mooskamp / Fernstraße oder anderswo einfach ablegen und verschwinden?

Reiner Schramowski von der Siedlergemeinschaft Deusen hat Ende Dezember mehrere große Müllberge in Dortmund gefunden.
Reiner Schramowski von der Siedlergemeinschaft Deusen hat Ende Dezember mehrere große Müllberge in Dortmund gefunden. © Frederike Schneider © Frederike Schneider

Drei Lösungsvorschläge

Reiner Schramowski von der Siedlergemeinschaft Deusen und Polizeihauptkommissar Uwe Wallrabe, der auch Vorsitzender des CDU-Stadtbezirks Huckarde ist, haben gleich mehrere Ideen für den angegebenen Ort und diese nun öffentlichkeitswirksam vorgeschlagen:

  • Idee 1: Zunächst müsste die Schranke instand gesetzt werden, die an einem Zuweg zur eher abgelegenen Stelle steht, wo nun der Müllhaufen lag. Ihr fehlt wohl nur ein Bügel dazu. Denn so kann die Schranke einfach hochgehoben werden, dann können Autos den Weg passieren.
Diese Schranke hält niemanden davon ab, den Weg zu passieren: Ihr fehlt ein Bügel.
Diese Schranke hält niemanden davon ab, den Weg zu passieren: Ihr fehlt ein Bügel. © Frederike Schneider © Frederike Schneider
  • Idee 2: An der Straßenecke Fernstraße / Niedernetter Straße fehlen zwei Poller, die die Zufahrt für Autofahrer erschweren würden. Sie fehlten seit Jahren schon, sagt Reiner Schramowski. Er denkt, die illegalen Müllkippen würden erst gar nicht entstehen, würden die Poller wieder dort stehen.
  • Idee 3 kommt von Uwe Wallrabe: Kameras könnten aufzeichnen, welche Autos die Wege befahren. „Ohne Zeugen ist es schwierig, den Verursacher zu finden“, sagt Wallrabe.

Wir legten diese Lösungsvorschläge der Stadt Dortmund vor. Die sagt: „Grundsätzlich ist es toll, wenn Bürger*innen sich für ihr direktes Umfeld in der Nachbarschaft oder auch andernorts einsetzen und mithelfen, unsere Umwelt sauber zu halten.“ Stadt-Pressesprecher Christian Schön weiter: „Das ist in Zeiten zunehmender Achtlosigkeit etwas sehr Wertvolles. Und Ideen sind immer willkommen.“

Und konkret auf die Ideen bezogen: „Die genannten Vorschläge, die Schranke reparieren und den entfernten Poller ersetzen zu lassen, sind gut. Zurzeit wird geklärt, wem die Sperreinrichtungen gehören und wer die Instandsetzungen vornehmen kann.“ Allein die Idee mit der Kameraüberwachung des öffentlichen Raumes sei aus Datenschutzgründen nicht realisierbar, so der Pressesprecher.

Strafen für illegale Reifenentsorgung

In Dortmund tauchen immer mal wieder illegal entsorgte Altreifen auf. Zuletzt wurden im Oktober 2020 im Fredenbaumpark mehr als 100 Reifen abgekippt. Je nach Menge werden Geldstrafen zwischen 500 und 5000 Euro fällig, wenn man die Übeltäter überführen kann.

Im Fall des illegal abgekippten Mülls im Dortmunder Westen ermittelt die Polizei.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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