Serhat Siringül hat den Kultkiosk an der Wittener Straße selbst renoviert. Am 2. August feiert er Neueröffnung. © Lydia Heuser
Neueröffnung

Mit Video: 24-Jähriger eröffnet Dortmunder Kultkiosk neu

Das Dorstfelder Büdchen gab es Jahrzehnte. Dann war es plötzlich zu. Ein junger Dortmunder hat das Ladenlokal nun frisch renoviert und wiedereröffnet. Im Innern des Ladens hat sich einiges getan.

Serhat Siringül ist stolz auf das, was er geschaffen hat, das sieht man ihm an. Der 24-jährige Dortmunder steht vor seinem Geschäft an der Wittener Straße. In den vergangenen Wochen hat er in Eigenregie das Dorstfelder Büdchen von Grund aus renoviert. Am 2. August (Montag) feiert der letzte Kiosk vor der Autobahn Eröffnung.

Am 1. Juli hat sich Serhat Siringül mit 23 Jahren selbstständig gemacht. Und das im Grunde aus der Not heraus. Er erzählt, dass er wegen der Corona-Pandemie kurz vor Abschluss seiner Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker die Ausbildung abbrechen musste.

Doch der Dortmunder ließ sich nicht unterkriegen. Er sah den leerstehenden Kiosk, den er seit seiner Kindheit kennt, und entschloss sich: „Ab jetzt ziehe ich mein Ding selber durch.“ Und das hat er tatsächlich getan.

Das ist neu im Büdchen

Das Büdchen an der Bushaltestelle Am Hartweg kennen Dorstfelder seit Jahrzehnten. Serhat Siringül (24) ist in dem Dortmunder Stadtteil aufgewachsen und kann sich noch daran erinnern, wie er als Jugendlicher das ein oder andere Mal dort eingekauft hat. Inzwischen wohnt er nur wenige Gehminuten von seinem eigenen Kiosk.

Um den Kiosk attraktiver für Kunden zu machen, hat der 24-Jährige einiges verändert. „Früher war hier eine Trennscheibe“, sagt Serhat Siringül bei einem Ortstermin an der Wittener Straße und zeigt auf den Bereich nur einen Schritt von der Eingangstür entfernt. Die Kunden konnten nicht direkt selbst stöbern und schauen, was sie wollen. „Sie konnten nur vom Schaufenster aus gucken.“

Jetzt ist das anders: Serhat Siringül hat die Trennwand herausgerissen, einen neuen, dunklen Boden verlegt, die Wände weiß gestrichen und in neue Möbel investiert.

An der linken Wand stehen große Kühlschränke gefüllt mit Softdrinks und Bier. Nicht-alkoholische Getränke bietet der 24-Jährige ab 50 Cent an, maximal kostet eine Erfrischung 2,50 Euro.

Gegenüber von den Kühlschränken stehen Regale, gefüllt mit allerhand Haushaltswaren und Lebensmitteln. Ob Gewürze, Nudeln, Weichspüler, Rotkohl aus dem Glas oder Backpapier – Serhat Siringül will seinen Kunden ein möglichst großes Warensortiment anbieten.

Im Kiosk gibt es ein breites Warensortiment: Chips, Nudeln, Gewürze, Margarine, Weichspüler, Kekse und mehr. © Lydia Heuser © Lydia Heuser

Dazu gehört für ihn auch frischer Kaffee und morgens frisch belegte Brötchen, Croissants und Donuts. Die Backwaren bezieht er von Vorwerk. Essen und Kaffee gibt es zum Mitnehmen, Kunden können aber auch nebenan am Tisch ein kleines Frühstück genießen.

„Den Raum gab es auch vorher schon“, so Siringül. Die alte Couch hat er aber gegen neue Tische und Stühle getauscht und auch hier alles renoviert.

Im Nebenraum des Dorstfelder Büdchens können Gäste den Kaffee genießen und die frisch belegten Brötchen essen.
Im Nebenraum des Dorstfelder Büdchens können Gäste den Kaffee genießen und die frisch belegten Brötchen essen. © Lydia Heuser © Lydia Heuser

Belegte Brötchen kosten im Büdchen zwischen 1 und 2 Euro. Serhat Siringüls Mitarbeiterin schmiert die Brötchen morgens.

Geöffnet sein wird das Dorstfelder Büdchen montags bis samstags von 6 bis 23 Uhr, sonntags von 8 bis 22.30 Uhr.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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