Mats (8) und Lotta (6) machen den Spielplatz-Check im Lütgendortmunder Park der Generationen. © Leon Elspaß
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Mit Video: Basketball, Skaten oder Schaukeln: Auf diesem Spielplatz geht alles

Für jede Altersgruppe hält einer der größten Spielplätze im Dortmunder Westen Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten bereit. Wir machen den großen Spielplatz-Check mit Lotta (6) und Mats (8).

Auf der einen Seite rollt eine Mutter mit ihrem Kinderwagen über den Schotter, auf der anderen sitzen ein paar Herrschaften in der Nähe des Boule-Platzes. Besonders ist: Der Park ist nicht nur für Kinder konzipiert, sondern für alle. Und er hat 24 Stunden am Tag geöffnet.

Wir haben uns angeschaut, was der Park der Generationen in Lütgendortmund sieben Tage die Woche zu bieten hat.

Park der Generationen, Eingang Lütgendortmunder Straße, für alle Altersgruppen erbaut

Vielfalt und Zustand der Spielgeräte: Der Name ist Programm. Im Park der Generationen sind für alle Altersgruppen Spielmöglichkeiten und Aufenthaltsbereiche inbegriffen. Dementsprechend vielfältig ist das Angebot. Es gibt einen Boule-Platz – vor allem wohl für das ältere Semester –, es gibt einen Skaterpark, einen Basketballplatz, einen eingezäunten Bolzplatz, mehrere Grünflächen und den eigentlichen Spielplatz.

Im Park der Generationen gibt es Balance-Elemente. Hier balancieren Lotta (6) und Mats (8).
Im Park der Generationen gibt es Balance-Elemente. Hier balancieren Lotta (6) und Mats (8). © Leon Elspaß © Leon Elspaß

Der besteht aus zwei Schaukeln – eine gewöhnliche und eine Tellerschaukel –, einer Rutsche mit Sandkasten, einem Kletterseil, Balance-Elementen und einer etwas ausgelagerten Seilbahn. Mats, acht Jahre alt und an diesem Tag mit seinem Vater auf dem Spielplatz, ist mit diesem Angebot zufrieden. „Es ist super zum Spielen mit Freunden“, sagt er. „Mir gefallen die Rutsche und die Klettermöglichkeiten.“

Vielleicht, merkt er an, könne noch „eine neue Rutsche oder eine neue Schaukel“ hinzugefügt werden. Seine Schwester Lotta (6) sieht es ähnlich: „Vielleicht kann hier wirklich noch eine neue Rutsche hin“, meint sie. Dass an manchen Stellen offenbar eher semi-professionelle Sprayer am Werk waren und die Geräte nicht mehr allzu neu wirken, stört beide nicht. Vater Stefan Köhl indes spricht von einem „abgerockten Klettergerüst“.

Die Skaterbahn im Park der Generationen in Lütgendortmund.
Die Skaterbahn im Park der Generationen in Lütgendortmund. © Leon Elspaß © Leon Elspaß

Sauberkeit: Im Park der Generationen tummeln sich recht viele Menschen, wenn die Sonne scheint. Wohlgemerkt nicht nur Kinder mit ihren Eltern. Vor Ort sind auch einige Leute, die sich mit ihrem Eistee oder einer Flasche Bier einen sonnigen Platz suchen, eine Zigarette rauchen und über dies und jenes reden. Generell kein Problem, doch es bleiben Einschränkungen.

Die Mülleimer, die an vielen Ecken zu finden sind, werden deutlich zu selten benutzt. Eistee-Tetra-Paks oder Bierflaschen, womöglich vom gleich nebenan liegenden Rewe oder Penny erworben, werden nicht immer ordnungsgemäß entsorgt; Zigaretten, die zu einem Stummel verkommen sind, schon gar nicht. So verdient der Park zumindest in diesem Bereich keine Bestnote.

Und Vater Stefan Köhl merkt an: „Aus Elternsicht ist es nicht ganz so ideal“, wenn beispielsweise Bier konsumiert werde.

Der Park der Generationen in Lütgendortmund ist nicht unsagbar dreckig, aber auch nicht auffallend sauber.
Der Park der Generationen in Lütgendortmund ist nicht unsagbar dreckig, aber auch nicht auffallend sauber. © Leon Elspaß © Leon Elspaß

Sicherheit der Kinder: Auf beiden Seiten des Parks der Generationen verlaufen Straßen. Zum einen die Lütgendortmunder Straße, zum anderen die Straße Im I. Westfeld. Zwar sind zwischen Straße und Parkgelände Büsche gepflanzt, zudem wird die Straße nicht permanent befahren. Dennoch sollten Eltern ein Auge darauf haben, wohin sich ihre (Klein-)Kinder bewegen.

Der Park kann von verschiedenen Stellen betreten beziehungsweise verlassen werden. Darum sieht man an schönen, sonnigen Tagen auch den einen oder anderen Fahrradfahrer, der eine Abkürzung nehmend über den Schotter düst. Oder E-Roller-Fahrer, die von der einen Straße zur anderen wollen – und den fixen Weg quer durch den Park der Generationen wählen. Auch hier gilt: An hochfrequentierten Tagen ist eine gewisse Vorsicht erforderlich.

Positiv: „Hier ist es weitläufig und gut einzusehen“, sagt Vater Stefan Köhl mit Blick auf den Spielplatz, „daran gibt es nichts auszusetzen“.

Barrierefreiheit & Sitzgelegenheiten: Nahe der Skaterbahn ist der Weg gepflastert, ansonsten sind die Wege geschottert, auch direkt am Spielplatz. Mit dem Rollstuhl oder einem Kinderwagen kann man recht nahe an die Geräte heranfahren, unmittelbar heranzukommen ist allerdings schwierig – sie befinden sich im Sand.

An Sitzgelegenheiten mangelt es derweil ganz und gar nicht im Park der Generationen. Einerseits wurden ein paar Steinblöcke aufgestellt. Andererseits gibt es viele Bänke, die über die gesamte Parkanlage verteilt sind. An vielen davon haben sich wieder einmal Sprayer betätigt – als Sitzfläche taugen sie aber allemal.

An einigen Bänken und auch Spielgeräten im Park der Generationen haben sich Sprayer verewigt.
An einigen Bänken und auch Spielgeräten im Park der Generationen haben sich Sprayer verewigt. © Leon Elspaß © Leon Elspaß

Anfahrt: Wer ein Auto besitzt, findet an der Lütgendortmunder Straße einen Parkplatz. Dort kann geparkt werden. Wer kein Auto hat, kann entweder mit dem Bus fahren (Haltestelle Lütgendortmund S-Bahnhof) – oder mit der S-Bahn fahren. Der S-Bahnhof ist nur zwei Fußminuten vom Park entfernt. Vom Dortmunder Hauptbahnhof sind es circa 30 Minuten Fahrtzeit.

Fazit: Der Park der Generationen ist eine gute Wahl. Mats und Lotta sind begeistert, vergeben 4,5 und 5 von Punkten. Vater Stefan Köhl ist derweil nicht ganz so euphorisch. Je voller der Park, desto schwieriger werde es, gibt er zu Bedenken. Dann werde es enger und schmutziger. 4 von 5 Punkten sind darum wohl allemal angemessen.

Über den Autor
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Schreibt seit 2015. Arbeitet seit 2018 für die Ruhr Nachrichten und ist da vor allem in der Sportredaktion und rund um den BVB unterwegs.
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Leon Elspaß
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