Dieser kleine „Müllabladeplatz“ im Dortmunder Westen soll verschwinden. © Beate Dönnewald
Ekel-Häuschen

Müll, Ungeziefer, Scherben: Dortmunds kleinster Schandfleck soll weg

Ein versifftes Telefonhäuschen auf einem Gehweg im Dortmunder Westen soll verschwinden. Die direkten Nachbarn wundern sich über den politischen Vorstoß.

Wie schafft es ein Telefonhäuschen auf die Tagesordnung eines politischen Gremiums? Ganz einfach: Indem es zu einem Müllabladeplatz samt Ungeziefer wird.

Genau aus diesem Grund soll die Telefonzelle an der Provinzialstraße 396 in Dortmund-Bövinghausen verschwinden. Einen entsprechenden Antrag der CDU hat die Bezirksvertretung Lütgendortmund an die Verwaltung weitergeleitet.

Zielscheibe von Vandalismus

Dass das versiffte Häuschen mit seinem defekten Telefon ein politisches Thema ist, wundert die Menschen vor Ort. Denn als großen Störfaktor empfinden sie den Telekom-Eigentum nicht. Sie haben aber auch nichts dagegen, dass das nutzlose Teil verschwinden soll – zumal es immer wieder Zielscheibe von Vandalismus ist.

Die versiffte Telefonzelle befindet sich in bester Gesellschaft.
Die versiffte Telefonzelle befindet sich in „bester Gesellschaft“. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Aktuell fehlen dem Häuschen die unteren Scheiben. „Die werden ständig eingeschlagen“, weiß Kioskbetreiber Anan Sidar. Dass das Glas regelmäßig ersetzt werde, könne er nicht nachvollziehen.

Auch für die Tedi-Mitarbeiterinnen nebenan ist das Ekel-Häuschen kein großes Thema. Durch seine Demontage allein würde sich die Situation ohnehin nicht bessern, meinen sie. Den Müll fliege auch so genug herum.

Eine Anfrage bei der Telekom ergab, dass die Tage von Dortmunds wohl kleinstem Schandfleck gezählt sind. „Wir planen den Abbau dieses Standorts noch in diesem Jahr“, schreibt Telekom-Pressesprecher George-Stephen McKinney. Man warte nur noch auf die Zustimmung der Stadt.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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