Dieser große Aluminium-Monolith stand am Montagmorgen plötzlich im Hof des Krankenhauses in Lütgendortmund. Hinter ihm verbirgt sich ein wichtiges Anliegen. © Aileen Kierstein
Am Krankenhaus

Mysteriöse Metallsäule in Dortmund aufgetaucht: Was steckt dahinter?

Nach Hamburg, Schwangau und Sulzbach ist nun auch in Dortmund eine große Metallsäule aufgetaucht. Sie unterscheidet sich jedoch von den anderen. Wer oder was verbirgt sich hinter der Aktion?

Sie tauchen heimlich auf, niemand weiß mit Sicherheit woher sie kommen und manchmal verschwinden sie bereits nach wenigen Tagen wieder. Die Rede könnte von Aliens sein, gemeint sind aber die mysteriösen Monolithen, die in den vergangenen zwei Wochen immer wieder an verschiedenen Orten in Deutschland aufgetaucht sind.

Monolithen – damit sind hier große Metallsäulen gemeint. Solche Metallsäulen sind bereits in Hamburg und in den Gemeinden Schwangau und Sulzbach entdeckt worden. Seit Montagnacht gibt es in Deutschland nun einen weiteren Monolithen und der steht in Dortmund.

Mysteriöser Monolith in Dortmund hat ein wichtiges Anliegen

Zu finden ist der große Aluminium-Monolith im Hof des Knappschaftskrankenhauses in Lütgendortmund. Aber welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Monolithen? „Es stecken jedenfalls keine Aliens dahinter“, versichert Susanne Janecke, die stellvertretende Pressesprecherin und stellvertretende Leiterin Kommunikation und Öffentlichkeit des Klinikums Westfalen.

Tatsächlich verbirgt sich hinter dem Monolithen eine von der Krankenhausleitung in Lütgendortmund initiierte Aktion: „Wir wollen neue Pflegekräfte finden“, sagt Janecke. Dabei soll der Monolith helfen. „Nachdem der erste Monolith in Deutschland vor rund zwei Wochen gefunden worden ist, hatte Matthias Wagner die Idee zu dieser Aktion“, erzählt Janecke. Wagner ist Leiter des Krankenhauses in Lütgendortmund.

Die Suche nach Pflegekräften richtet sich an mehrere Zielgruppen

Die Monolithen seien insbesondere im Internet viral gegangen. „Wir fanden dieses Internet-Phänomen sehr witzig und wollten es daher übernehmen“, sagt Janecke. Bei genauerer Betrachtung des Monolithen fällt dann auch der große Unterschied zu den bisherigen Säulen in Deutschland auf: Auf ihm ist ein QR-Code zu finden. Über diesen gelangt man auf das Bewerberportal des Krankenhauses, wo man mit den Worten „Wir suchen Dich!“ empfangen wird.

„Es gibt momentan einen größeren Bedarf als es ausgebildete Pflegekräfte gibt“, sagt Janecke. „Wir haben schon viel unternommen, um neue Pflegekräfte anzuwerben. Der Monolith ist nun eine weitere Strategie.“ Der Aufruf richte sich dabei nicht an eine bestimmte Zielgruppe. Nicht nur bereits ausgebildete Pflegekräfte werden gesucht, sondern auch Menschen, die eine Ausbildung noch vor sich haben.

„Wir bilden aus, wir schulen um und auch junge Leute, die noch zur Schule gehen, können sich von dem Aufruf gerne angesprochen fühlen“, sagt Janecke.

Wie lange der Monolith noch im Krankenhaus-Hof stehen wird, ist unklar. „Es ist keine Daueraktion“, versichert Janecke. Hoffentlich würden aber einige Interessenten auf eine Karriere in der Pflege aufmerksam.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1999 in Münster geboren, seit 2019 freie Mitarbeiterin bei den Ruhr Nachrichten. Dortmund ist mein neues Zuhause, hier studiere ich Journalistik und Politikwissenschaft.
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