Mediterranes Flair mitten in Lütgendortmund: Auf der Terrasse der "Taverne bei Nico" ist nach langer Zeit wieder Außengastronomie möglich. © Matthias Langrock
Coronavirus

Neuanfang 2.0: Dortmunder Tavernen-Inhaber fiebert nächster Öffnung entgegen

Sieben Monate Lockdown. Außer-Haus-Verkauf. Nun ist seit ein paar Tagen Außengastronomie in Dortmund erlaubt. Und ein Gastronomen schaut schon erwartungsvoll auf das nächste Wochenende.

Seit dem 1. November 2020 war sein Restaurant gesclossen. Nun kehrt langsam Normalität zurück. Seit dem 1. Juni hat Apostolos Poutouloudis den Außenbereich der „Taverne bei Nico“ wieder geöffnet. Jetzt hofft er auf das zweite Juni-Wochenende.

Wenn die Corona-Inzidenz in Dortmund stabil unter 50 bleibt, dürfte ab Freitag auch die Innengastronomie wieder öffnen. Der Betreiber des griechischen Restaurants an der Flaspoete in Lütgendortmund ist vorbereitet. Als er keine Gäste empfangen durfte, hat er in Hygienemaßnahmen investiert. Die sanitären Einrichtungen haben nun Sensoren, die eine kontaktlose Wasserspülung an den Toiletten und Waschbecken erlauben.

Im Restaurant sorgen Luftreiniger mit Hepa- und Plasmafiltern sowie UV-Licht für 99,9 Prozent virenfreie Luft. Bei offenen Türen und Fenstern sei es im Gastraum zu kalt, sagt er. Investitionen, die sich lohnen sollen: „Dass Corona in zwei Monaten vorbei ist, glaube ich nicht.“

Dach und Frischluft im Außenbereich

Im Außenbereich sitzen auf 110 Quadratmetern rund 30 Gäste mit Abstand – zur Hälfte unter einem Pavillon. Das sorge für einen guten Luftaustausch und sei seinen Gästen wichtig. „Meine Klientel ist einen Tick älter und sie fragt danach“, sagt der Gastronom.

Seit 30 Jahren betreibt Apostolos Poutouloudis die Taverne. Jetzt, nach sieben Monaten Außer-Haus-Verkauf sei es ein „Neuanfang 2.0“, sagt er. „Es fühlt sich an wie eine Neueröffnung.“ Die beiden großen Kühlhäuser mussten wieder hochgefahren werden.

Es stellte sich die Frage: „Haben die Händler Waren da?“ Dabei gehe es nicht um die Fleischer. Apostolos Poutouloudis benötigt für die griechische Küche Zutaten von Spezialitäten-Händlern. Die Wiedereröffnung nach sieben Monaten sei „etwas anderes, als wenn man für vier Wochen in Urlaub fährt“.

Knapp 30 Gäste finden auf der Terrasse der Taverne Platz. Inhaber Apostolos Poutouloudis hofft, dass er in einer Woche auch die Innenräume für die Bewirtung öffnen kann.
Knapp 30 Gäste finden auf der Terrasse der Taverne Platz. Inhaber Apostolos Poutouloudis hofft, dass er in einer Woche auch die Innenräume für die Bewirtung öffnen kann. © Matthias Langrock © Matthias Langrock

Die Zeit des langen Lockdowns war schwer. „Unser Vorteil ist, dass wir ein Familienbetrieb sind“, erklärt der Gastronom. „Wir haben keine riesig großen Unkosten. Da kann man sich anders helfen und kalkulieren.“ Er bilanziert: „Im Großen und Ganzen haben wir es ganz gut geschafft.“

Ein paar Tage Urlaub

Urlaub ist trotz der langen Pause in diesem Sommer ein Thema. „Nicht lang“, sagt Apostolos Poutouloudis. „Aber wir sind zwei Jahre nicht weg gefahren.“ Und da ist das Häuschen in Griechenland. Die Familie will nach dem Rechten schauen.

Jetzt hofft Apostolos Poutouloudis auf die Öffnung der Innengastronomie. „Viele Gäste wollen zu uns kommen und endlich wieder ein gezapftes Bier trinken.“ Auch wenn Corona noch bleibe, komme etwas Normalität zurück. Oder, sportlich ausgedrückt, „ein normaler Spielbetrieb“.

Der läuft – auch jetzt schon in der Außengastronomie – täglich von 17 bis 22.30 Uhr. Außer montags: Dann ist Ruhetag.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Geboren 1964. Dortmunder. Interessiert an Politik, Sport, Kultur, Lokalgeschichte. Nach Wanderjahren verwurzelt im Nordwesten. Schätzt die Menschen, ihre Geschichten und ihre klare Sprache.
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Uwe von Schirp

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