Das neue DHL-Logistik-Zentrum in Dortmund ist betriebsbereit. Doch die Eröffnung lässt noch eine Weile auf sich warten. © Holger Bergmann
DHL Express

Pakete in alle Welt: Neues DHL-Logistik-Zentrum geht bald an den Start

Das neue Paketzentrum von DHL-Express in Dortmund sieht seit Wochen fertig aus. In Betrieb gehen wird es aber erst im November. Aber dann ganz plötzlich über Nacht.

Es hat etwas von Dornröschenschlaf: Das DHL-Express-Zentrum sieht nach einer Bauzeit von weniger als einem Jahr praktisch fertig aus. Seit Wochen liegen Gebäude und Gelände wie verlassen da. Kein Mensch ist zu sehen.

Tatsächlich ist das Logistik-Zentrum fertig und könnte jederzeit in Betrieb gehen, wie DHL-Sprecher Achim Gahr bestätigt. Die Kennzahlen der Anlage an der Germaniastraße in Dortmund-Marten sind: mehr als 5000 Quadratmeter Produktions- und Büroflächen auf rund 20.000 Quadratmeter Grundstücksfläche. Doch bis zum Umzug dauert es noch etwas.

Schnellzustellungen für die Industrie

„Mit dem Neubau verdoppeln wir nahezu die Kapazitäten unserer bisherigen Station in Dortmund“, sagt Achim Gahr, Sprecher von DHL Express Germany. „Aufgrund des kontinuierlichen Sendungswachstums in der Region ist diese

Erweiterung erforderlich geworden.“

Dabei geht es nicht um normale, also private Paket-Sendungen. „Das Geschenk für die Oma wird nicht durch die Martener Halle gehen“, sagt Achim Gahr. Bei DHL-Express geht es in erster Linie um Schnellzustellungen für die Industrie.

Der alte Standort an der Westfalia-Straße ist der DHL zu klein geworden.
Der alte Standort an der Westfalia-Straße ist der DHL zu klein geworden. © Holger Bergmann © Holger Bergmann

Wenn in einer Fabrik in England plötzlich ein Bauteil aus Dortmund fehlt, dann kann es passieren, dass dieses Bauteil über Marten aus in die richtige Richtung geschickt wird.

90 Zustellfahrzeuge gleichzeitig

Die neue Betriebsstätte wird über drei sogenannte PuD-Finger („Pick-up und Delivery“/Abholung und Lieferung) mit Be- und Entlademöglichkeiten für 90 Zustellfahrzeuge gleichzeitig verfügen. Bei den „Fingern“ handelt es sich um schlanke Gebäude-Flügel, ähnlich den Gates an Flughäfen, mit Andock-Öffnungen für die Fahrzeuge.

Über diese Finger geht es für die Pakete zu einer Sortieranlage, die für ein Sendungsvolumen von 4500 Stück pro Stunde ausgelegt ist. Damit gehört der Martener Betrieb allerdings nicht zu den größten von DHL.

Es gibt auch Anlagen, die bis zu 6000 Stück pro Stunden schaffen. Trotzdem wird die Bearbeitungszeit für jede Sendung gegenüber der alten Anlage an der Westfaliastraße deutlich gesenkt, berichtet Achim Gahr.

Umzug über Nacht

Einen klassischen Umzug in die neue Halle wird es nicht geben. Eher eine Art Adresswechsel. Irgendwann im November werden die Beschäftigten eines Abends nach ihrer Arbeit in der Westfaliastraße nach Haus gehen und am nächsten Mrgen an der Germaniastraße einen neuen Arbeitstag beginnen.

Alles, was sich für Mitarbeiter ändern soll, sind die neuen, ergonomischen Arbeitsplätze und die moderneren Sozialräume. Außerdem soll die Halle weniger Energie verbrauchen, dank LED-Technik. Wie viele Mitarbeiter es an der Germania-Straße geben wird, kann DHL immer noch nicht berichten.

Das Investitionsvolumen für den DHL Express Standort beläuft sich insgesamt auf 25 Millionen Euro. Im neuen Jahr 2022 plant DHL einen Tag der offenen Tür.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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