Mitten auf dem Gehweg steht eine Laterne. Darüber ärgert sich Hannelore Dieckmann. © Holger Bergmann
Knapp daneben

Panne beim Straßenbau: Laternen-Pfahl steht mitten auf dem Weg

Die Mengeder Straße wird gerade komplett erneuert. Und man kann jetzt schon sehen: Das wird richtig gut. Fast. Denn eine Sache ist komplett schief gelaufen.

Hannelore Dieckmann geht mit ihren Hunden jeden Tag Gassi. Und ihr Weg geht immer über die Mengeder Straße. Das ist momentan sehr spannend, denn die Mengeder Straße wird gerade aufwendig neu gebaut.

An jedem Tag gibt es etwas Neues zu sehen, neue Pflanzen, neuer Asphalt, neue Bordsteine, neue Pflastersteine, neue Fahrradstellplätze und neue Laternen. „Das wird mal richtig schön hier“, meint Hannelore Dieckmann.

Wegen der Baustelle fahren momentan keine Autos durch die Mengeder Straße, das findet sie als Anwohnerin auch sympathisch. Nur an einer Stelle ist die Situation gerade etwas unbequem.

Gerüst macht Gehweg noch enger

Das Haus mit der Nummer 708 wird gerade renoviert und ist eingerüstet. Die Fußgänger gehen wie so oft durch eine Art Tunnel unter dem Gerüst her. Doch in diesem Tunnel steht etwas im Weg. „Ich habe es zuerst für einen Pfeiler gehalten, der irgendetwas mit dem Gerüst zu tun hat“, sagt Hannelore Dieckmann.

Als einer ihrer Hunde mal links an diesem Pfeiler vorbeilief und der andere rechts, wäre sie beinahe gegen diesen Pfeiler gestoßen. Aus Ärger sah sie sich diesen Pfeiler mal genauer an. Und sie entdeckte Erstaunliches.

Der Pfeiler wird nach oben dünner, hat einen Knick und leuchtet am oberen Ende. Der Pfeiler ist eine Laterne. Ein Laterne, die mitten auf dem Gehweg platziert wurde.

Zwei Menschen können sich begegnen

Und als die Renovierung des Hauses begann, haben die Gerüstbauer die Laterne ziemlich geschickt umbaut. Durch das Gerüst wirkt alles noch ein bisschen enger, doch auch ohne Gerüst dürfte es nicht besser werden.

Denn zwischen dem Haus und dem Parkstreifen an der Mengeder Straße bleibt gerade genug Platz, dass zwei Menschen sich begegnen können. „Für einen Menschen im Rollstuhl oder einen Kinderwagen wird es schon eng“, sagt Hannelore Dieckmann.

Und nun steht dort mittendrin eine Laterne. Nur diese eine Laterne. Alle anderen neuen Straßen-Laternen stehen störungsfrei zwischen den Parkbuchten. Ob es für den seltsamen Standort dieser einen Laternen einen Grund gibt, oder ob es sich um ein Versehen handelt, konnte die Stadt Dortmund bislang nicht beantworten.

Vermutlich ein Missgeschick

Hannelore Dieckmann hält es für ein Missgeschick. Denn sie hat bereits mehrere solche Missgeschicke auf der Baustelle beobachtet. „Da wird ja gar nichts koordiniert“, sagt sie.

„Da wird der neue Gehweg fertig gemacht. Dann wird alles wieder aufgebuddelt, weil Stromleitung verlegt werden. Alles wird wieder zugemacht und wieder aufgebuddelt, weil Telefonkabel verlegt werden“, sagt Hannelore Dieckmann. So gehe es dauernd.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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Holger Bergmann

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