Die Baustelle des Schwimmbades in Wischlingen. Das wird der Ersatz für das Westbad, das scheinbar nicht so marode ist, wie Gutachter 2015 geglaubt hatten. © Stephan Schuetze
Westbad

Rettung für das Westbad? Müde Dorstfelder wollen nicht mehr kämpfen

Lange haben die Dorstfelder für den Erhalt des Westbades gekämpft. Das muss aus Kostengründen weichen. Jetzt gibt es Neuigkeiten, die die Westbad-Verteidiger sehr frustrieren.

„Es bringt einem gar nichts, jetzt zu wissen, dass man früher recht hatte“, sagt Wilhelm Schulte-Coerne, der sich vor Jahren mit vielen anderen Dorstfeldern für den Erhalt des Westbades eingesetzt hatte.

In dieser Woche haben die Dorstfelder erfahren, dass sie recht hatten mit ihrer Forderung, das Westbad zu sanieren, statt ein Ersatz-Schwimmbad im Revierpark zu bauen.

Kampf um Westbad würde keinen Sinn mehr machen

Denn nun wurde bekannt, dass die Stadt Dortmund nicht mehr von Baukosten in Höhe von 12,13 Millionen ausgeht, sondern von 13,51 Millionen. Allgemeine Preissteigerungen und belastete Böden seien der Grund, hieß es.

Damit sehen die Westbad-Kämpfer ihre Annahmen in zwei Punkten bestätigt. „Der Neubau wird damit nicht billiger als die Sanierung“, so Schulte-Coerne. Außerdem sei klar, dass das Westbad nicht so marode war wie angenommen.

„2015 sagte ein Gutachter, die Technik des Bades sei kurz vorm Zusammenbruch“, erinnert sich Wilhelm Schulte-Coerne. „Jetzt sehen wir, dass es sechs Jahre später immer noch ohne Schwierigkeiten läuft.“

Trotz dieser ausgeräumten Irrtümer sieht der Dorstfeld keine Chance, dass über einen Erhalt des Westbades nachträglich neu entschieden wird. „Der Bau des neuen Bades in Wischlingen läuft ja. Das Westbad jetzt zu erhalten, würde überhaupt keinen Sinn machen.“

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Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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