Stefan Feuerabend will sein Sanitätshaus modernisieren. Dafür will er in das neue Gesundheitshaus ziehen. Bis das fertig ist, wird es aber noch eine Weile dauern. © Feuerabend
Gesundheit

Sanitätshaus Feuerabend im Westen zieht mit Senioren-WGs zusammen

Ein einzigartiges Gesundheitszentrum wollen Fachärzte, ein Pflegedienst, eine Apotheke und ein Sanitätshaus im Dortmunder Westen bilden. Auch seniorengerechte Wohnungen wird es geben.

Seit Anfang August 2020 sind in Huckarde, hinter den Häusern an der Roßbachstraße 1 und der Rahmer Straße 26 und 28, Bagger am Werk. Ein großes Loch haben sie mittlerweile gegraben – für eine Tiefgarage mit 24 Stellplätzen. Im Laufe eines Jahres soll darüber ein moderner Neubau entstehen. Dort soll sich, wenn das moderne Gebäude fertig ist, alles um das Thema Gesundheit drehen.

„Alles, was es hier geben wird, hat mit Gesundheit, Pflege und altersgerechtem Wohnen zu tun“, sagt Stefan Feuerabend, der mit seinem Sanitätshaus an dem Projekt beteiligt ist.

Sanitätshaus Feuerabend modernisiert sich

Das Sanitätshaus Feuerabend hat seine Verkaufsräume schon lange an der Roßbachstraße 1. Die bleiben auch in Zukunft erhalten. „In Huckarde kursieren schon die wildesten Gerüchte, wir würden wegziehen oder schließen. Aber das stimmt nicht. Wir bleiben, wollen uns aber modernisieren“, versichert Stefan Feuerabend.

Werkstatt und Büro seines Sanitätshauses sollen daher tatsächlich umziehen. Allerdings nur ins Erdgeschoss des neuen Hauses, direkt hinter dem alten. „Da haben wir moderne Räume, neue Geräte und ganz viel Patientenplatz“, sagt Stefan Feuerabend. Prothesen, orthopädische Schuhe und Einlagen würden dann hier hergestellt. 850 Quadratmeter Fläche sind für das Orthopädiezentrum eingeplant.

Wohnungen für Senioren

Bauherr des Projekts ist die Bawoag GmbH mit Sitz in Bochum, der auch die Häuser an der Roßbachstraße 1 und der Rahmer Straße 26 und 28 gehören. Baowag ist auf den Bau und die Sanierung barrierefreier Wohnungen spezialisiert. Ganz in diesem Sinne wird es auch in dem neuen Gebäudekomplex in Huckarde seniorengerechten Wohnraum geben.

Dieses 3D-Modell zeigt, wie das neue Gesundheitszentrum in Dortmund Huckarde einmal aussehen soll.
Dieses 3D-Modell zeigt, wie das neue Gesundheitszentrum in Huckarde einmal aussehen soll. Das Orthopädiezentrum zieht ins Erdgeschoss, darüber gibt es barrierefreien Wohnraum. © Baowag GmbH © Baowag GmbH

Sechs Wohnungen für Senioren sind geplant, jede 60 Quadratmeter groß. Außerdem im ersten und zweiten Stock – Fahrstuhl vorhanden – zwei Senioren-WGs für je zwölf Personen. Zusammengenommen messen sie rund 1200 Quadratmeter. Für jeden WG-Bewohner wird es ein eigenes Zimmer mit Bad geben.

Betreut werden die Senioren, sowohl in den Einzelwohnungen als auch in den WGs, vom Pflegedienst Ovital, so Mischa Hampe von Bawoag. Die Ovital-Verwaltung bezieht außerdem die Räume, in denen aktuell noch Werkstatt und Büro des Sanitätshauses Feuerabend sind. Zusammen mit einer Physiotherapiepraxis.

Feuerabend: „In diesem Stile einzigartig“

„Weil der Neubau direkt am Marktplatz in Huckarde liegt, ist alles zentral und gut angebunden“, sagt Hampe. Das Urbanus-Ärztehaus an der Roßbachstraße ist gut erreichbar. Zur Berg- und Hüttenapotheke im Ortskern komme man auch direkt vom Neubau aus über den Hof, sagt Stefan Feuerabend.

„Es ist ein für den ganzen Ortsteil und auch darüber hinaus interessantes Projekt“, meint er weiter. „Ich hoffe, dass es mehr Leute aus anderen Stadtteilen nach Huckarde zieht. Denn die Kombination aus Fachärzten, Apotheken, Orthopädiezentrum und betreutem Wohnen ist in diesem Stile einzigartig.“

Alte Gebäude werden saniert

Auch die alten Gebäude an Rahmer Straße 26, 28 und 36 und Roßbachstraße 1 bleiben nicht in ihrem jetzigen Zustand. „Die Bestandsgebäude sind mittlerweile schon etwas älter, deswegen sanieren wir sie gleich mit“, sagt Mischa Hampe. „Die Fassaden werden neu gemacht und die Wohnungen und Gewerbeeinheiten modernisiert.“

Von dem Neubau sieht man bisher nicht mehr als die Grube für die Tiefgarage. „Im Herbst 2022 soll er eigentlich fertig sein“, sagt Feuerabend. Das sei aber nur ein grober Plan. „Wir wissen ja alle, wie das mit großen Bauvorhaben von so langer Dauer ist“, lacht er. Einen Bezug im Winter 2022/23 halte er für realistischer.

Über die Autorin
1997 in Dortmund geboren. Dort seit 2017 für die Ruhr Nachrichten im Einsatz. Habe die Stadt dabei neu kennen und lieben gelernt. Mag die großen und kleinen Geschichten um mich herum, Bücher, schreiben und fotografieren.
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Rebekka Antonia Wölky

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