Was Dortmunder Schulleiterinnen zu den neusten Corona-Entwicklungen sagen. © dpa (Symbolbild)
Schulen und Corona

Schulen in Dortmund äußern sich zu neuer Corona-Entwicklung

Für Schulen in NRW gilt ab Montag: Schulpflicht besteht, aber kein Kind muss vor Ort erscheinen. Das sagen Schulen im Dortmunder Westen zur neuesten Corona-Entwicklung.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am Freitag (11.12.) bei einer Pressekonferenz mitgeteilt: Die Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler an Schulen ist aufgehoben. Diese neue Regel soll bis zum 10. Januar gelten.

Dabei unterschied er die Jahrgänge 1 bis 7 und die darüber: Die Jüngeren können von ihren Eltern zur Schule geschickt werden, dürfen aber auch Distanzunterricht von zu Hause mitmachen. Ab der 8. Klasse sollen alle Schülerinnen und Schüler Distanzunterricht von zu Hause aus machen. Bedeutet: Digitale Plattformen kommen zum Einsatz, Lehrer und Schüler stehen per Chat, E-Mail, Videokonferenz oder über andere Kommunikationswege in Kontakt.

Was denken Schulleiterinnen über die kurzfristige Kommunikation?

Doch was sagen Schulleiterinnen zur Kehrtwende des Ministerpräsidenten? Wie schnell ist Distanzunterricht zu organisieren?

Die Schulleiterin Ilka Wandelt der Gustav-Heinemann-Gesamtschule
Die Schulleiterin Ilka Wandelt der Gustav-Heinemann-Gesamtschule © Schule (Archivfoto) © Schule (Archivfoto)

Ilka Wandelt, Schulleiterin der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Huckarde, findet die kurzfristige Kommunikation „überraschend“. Sie und ihr Kollegium würden schnellstmöglich alle Eltern und Familien darüber informieren, dass ihre Kinder ab Montag von dem Präsenz-Unterricht befreit werden können, solange sie in die Klassen 5 bis 7 besuchen, sagte sie Freitagmittag.

Das passiere über den „Schulmanager“, eine Digital-Plattform, auf die Eltern und Schüler Zugriff haben und über die aktuelle Informationen ausgetauscht werden. Dank des Schulmanagers sei ihre Schule „gut aufgestellt“, was die schnelle Informations-Weitergabe an Eltern angeht.

Droste-Hülshoff-Realschule informiert über die Homepage

Die Droste-Hülshoff-Realschule informiert Eltern und Erziehungsberechtigte Freitagmittag über die „pandemiebedingten Änderungen im Schulalltag“ auf ihrer Homepage.

Eltern von Kindern, die die Klassen 5 bis 7 besuchen, können ihr Kind dort per E-Mail beim jeweiligen Klassenlehrer vom Präsenzunterricht abmelden. Es werden in den genannten Jahrgangsstufen auch keine Klassenarbeiten mehr geschrieben.

Über die Schulplattform „IServ“ sollen die Acht- bis Zehntklässler zu Hause unterrichtet werden. „Der Unterricht auf Distanz mit Aufgaben, Videokonferenzen, usw. ist verpflichtend und wird benotet“, heißt es auf der Website.

Um geplante Klassenarbeiten kommen die älteren Schüler auch nicht herum: Arbeiten in den Jahrgängen 9 und 10 werden in der kommenden Woche geschrieben. Nur die Stufe 8 schreibe keine Arbeiten mehr.

Reinoldus- und Schiller-Gymnasium arbeitet mit Moodle

Auch das Reinoldus- und Schiller-Gymnasium informiert auf seiner Homepage. Karola Hügging, Schulleiterin, schreibt: „Vom 14.12. bis zum 18.12.2020 sind die Jahrgänge 8 bis zur Q2 im Distanzunterricht. Aufgaben […] werden auf Moodle eingestellt.“ Die Jahrgänge darunter müssten nicht am Unterricht teilnehmen. Er werde aber angeboten.

Anders als an der Droste-Hülshoff-Realschule werden die Jahrgänge 5 bis 7 Prüfungsleistungen wie geplant erbringen müssen. „Wir planen, die Prüfungen so zu organisieren, dass nur wenige Schülerinnen und Schüler mit entsprechendem Abstand im gleichen Raum sind“, heißt es auf der Website. Dem jeweiligen Klassenleitungsteam ist dort zu melden, wenn ein Kind der Stufen 5 bis 7 ins „Distanzlernen eintreten soll“.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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