Bei Dunkelheit "schwebt" der leuchtende Schriftzug "Kokerei Hansa" über dem Löschturm des Industriedenkmals. © Industriedenkmalstiftung
Industriedenkmal

Sichtbare Landmarke: „Kokerei Hansa“ leuchtet es vom Löschturm

„Kokerei Hansa“ leuchtet es seit ein paar Tagen vom Löschturm des Industriedenkmals. Die Licht-Installation beendet mehrjährige Restaurierungsarbeiten. Auf Facebook sorgt das für Diskussionen.

Er ist eine Landmarke und jetzt auch bei Dunkelheit sichtbar: Über dem Koks-Löschturm des Industriedenkmals „schwebt“ nun der bei Dunkelheit beleuchtete Schriftzug „Kokerei Hansa“. Die Installation beendet die mehrjährige Sanierung des Huckarder Wahrzeichens.

„Mit der Anbringung des weithin sichtbaren und bei Dunkelheit beleuchteten Schriftzuges ‚Kokerei Hansa‘ entfaltet er nun eine besondere Anziehungskraft und positive Fernwirkung“, heißt es in einer Presseinformation der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur.

Monteure brachten den Namenszug über dem Geländer der obersten Ebene des Löschturms in 40 Metern Höhe an. Er schwebt scheinbar darüber – eine denkmalgerechte Lösung, die die Holzkonstruktion des Löschturms nicht durch Bohrungen oder Schrauben beeinträchtigt.

Signal für die IGA 2027

Eine Alu-Unterkonstruktion hält die Buchstaben, um Wind und Wetter in dieser Höhe trotzen zu können. Die zweiteilige Wortmarke wurde gesplittet: „Kokerei“ steht auf der West- und Ostseite, „Hansa“ auf der Nord- und Südseite.

Die Höhe von rund 1,25 Metern und jeweils sieben oder 5,6 Metern Breite sorgen für eine gute Les- und Sichtbarkeit. Die Beleuchtung besteht aus Hochleistungs-LEDs – regulierbar zwischen Warm- und Kaltweiß.

Eher dezent wirken die weißen Buchstaben auf dem Denkmal bei Tag. © Industriedenkmalstiftung © Industriedenkmalstiftung

„Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, erklärt Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege. „Der Schriftzug ist als neues Markenzeichen der Kokerei eine Bereicherung für den Stadtteil und weit darüber hinaus.“

Die visuelle Akzentuierung sei eine herzliche Einladung an Besucher und Passanten. Mit Blick auf die IGA 2027 sei der leuchtende Schriftzug ein wichtiges Signal, sagt Ursula Mehrfeld: „Die Kokerei Hansa ist auf einem guten Weg in die Zukunft.“

Diskussion auf Facebook

Für manch Huckarder hätte es dafür keinen illuminierten Schriftzug geben müssen. „Ohne war es auch schön. Nur mit dem blauen Licht“, schreibt ein Mitglied in der Facebook-Gruppe Huckarde. „Ich find es etwas zu groß. Da hätte man sich etwas Schöneres ausdenken können.“

Ein weiteres Mitglied wohnt in direkter Nachbarschaft zur Kokerei. „Ich kann mich nicht damit anfreunden“, kommentiert sie, „im Dunkeln ist er ja ganz nett, aber im Hellen sieht das einfach nur… kacke aus“.

Andere User äußern durchaus Zustimmung. „Ich finde es toll“, schreiben zwei Gruppenmitglieder. „Fahr ich jeden Morgen vorbei und freu mich drüber“, schreibt eine Pendlerin. „Unser Sohn freut sich immer, wenn nachts ‚sein Zechenturm‘ leuchtet!“, kommentiert eine Huckarderin und postet ein Foto dazu.

Andere erinnern sich an ihre Arbeit oder die ihrer Väter „auf Hansa“. Mit dem Augenzwinkern des Humoristen Loriot kommentiert ein User: „Früher war mehr Lametta.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Geboren 1964. Dortmunder. Interessiert an Politik, Sport, Kultur, Lokalgeschichte. Nach Wanderjahren verwurzelt im Nordwesten. Schätzt die Menschen, ihre Geschichten und ihre klare Sprache.
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Uwe von Schirp

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