Auch ein Walker stimmt Birgit Coesfeld-Kortumm zu: Dieser Weg ist leider sehr eng. © Freddy Schneider (Archivbild)
Radfahrer in Dortmund

Stadt will Radweg von Grün befreien – obwohl sie nicht zuständig ist

Ein zugewucherter Radweg ärgert Radfahrer und Spaziergänger in Dortmund. Die Stadt schneidet nun die Büsche zurück – obwohl sie gar nicht für den Weg zuständig ist.

Ende November hatte diese Redaktion über einen zugewucherten Radweg in Kirchlinde berichtet, der nur von einem Radfahrer gleichzeitig nutzbar ist.

Wild wachsende Brombeeren verhindern, dass zwei Menschen nebeneinander herlaufen oder -fahren oder sich begegnen können.

Leserin Birgit Coesfeld-Kortumm hat die Redaktion darauf aufmerksam gemacht, nachdem sie bereits Anfang September die Stadt Dortmund darum gebeten hatte, den Weg freischneiden zu lassen. Doch eine Antwort hat sie nicht von der Stadt bekommen.

Ein Pressesprecher der Stadt erklärt nun, dass sich der Teil des Weges, welcher hauptsächlich zugewachsen ist, nicht im Besitz der Stadt Dortmund sei. Zuständig sei die Deutsche Bahn Netz AG. Unweit des Weges fährt der RB43 Richtung Dortmund Hauptbahnhof.

Stadt möchte „unbürokratisch“ helfen

Dennoch möchte die Stadt schnell helfen und „unbürokratisch“ handeln. Denn: Für Bürgerinnen und Bürger sei erstens nicht auf den ersten Blick zu erkennen, wer zuständig ist, und zweitens handele es sich um eine „wesentliche Verbindung für Radfahrer und Fußgänger“.

So sollen nun Langzeitarbeitslose der Stadtteilwerkstätten des Sozialamtes dafür sorgen, dass das Grün entlang des gesamten Weges zurückgeschnitten wird. „Voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen wird dies erledigt“, heißt es bei der Stadt.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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