Ein Autohändler aus Lütgendortmund hat am Dienstag (18.05.) am Bochumer Landgericht kiloschwere Kokaingeschäfte zugegeben. © picture alliance / Christian Charisius/dpa
Landgericht Bochum

„Völlig high“: Lütgendortmunder Autohändler gesteht Kokaindeals

Ein Autohändler aus Lütgendortmund hat am Bochumer Landgericht kiloschwere Kokaindeals gestanden. Der 44-Jährige will dabei teilweise „völlig high“ gewesen sein.

Mit einem Teilgeständnis ist am Dienstag (18.05.) am Bochumer Landgericht der Prozess gegen einen mutmaßlichen Kokaindealer (44) aus Lütgendortmund fortgesetzt worden. Sichtlich aufgewühlt und unter Tränen räumte der angeklagte Autohändler ein, Rauschgiftgeschäfte im Volumen von 1,7 Kilo Kokain abgewickelt zu haben.

Nur dadurch, so sagte er, sei es ihm gelungen, seinen eigenen starken Kokainbedarf zu finanzieren. „Ich war völlig high. Die Zeit war für mich die Hölle meines Lebens“, meinte der Lütgendortmunder.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Autohändler vor, im Zeitraum bis Februar 2020 mindestens 26 Kokaindeals abgewickelt zu haben. Insgesamt soll er dabei mindestens 2,6 Kilogramm hochreines Kokain an den Mann gebracht haben und knapp 105.000 Euro eingenommen haben.

Anklage: Autohändler kommunizierte verschlüsselt

Laut Anklage soll der Lütgendortmunder das Kokain bei zwei „Zwischenhändlern“ aus Bochum stets per Handy bestellt haben und dabei verschlüsselt mal von Schrauben, mal von Schlüsseln oder auch mal von einem „halben Auto“ gesprochen haben.

Der Autohändler sitzt seit Mitte November 2020 in U-Haft. Nach eigenen Angaben lebt er bereits seit Mai 2020 drogenfrei und will unbedingt eine Entzugstherapie durchlaufen. „Ich habe selber gemerkt, dass es so nicht mehr weitergehen kann“, sagte er den Bochumer Richtern. Dem 44-Jährigen droht eine mehrjährige Haftstrafe. Der Prozess wird fortgesetzt.

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