Gabriele Nelke ärgert sich über wild parkende Vonovia-Wagen in Dortmund. © Gabriele Nelke
Park-Ärger

Vonovia-Wagen parken wie wild: Anwohner müssen „Slalom laufen“

Gabriele Nelke ärgert sich über wild parkende Vonovia-Wagen. Kritik hat sie beim Wohnungsunternehmen selbst und bei Facebook geübt. Ihr Post bekam mehr als 200 Kommentare.

Gabriele Nelke hat genug. Die Dortmunderin ärgert sich über Vonovia-Wagen, die „auf Gehwegen, auf Einfahrten, in Kurven und auf Grünflächen“ parken.

Sie findet, so geht‘s nicht weiter. Denn: Menschen mit Gehbehinderung kommen nicht durch, wenn der Gehweg blockiert ist. Und selbst auf der Straße laufen die Anwohner „Slalom“.

Vonovia modernisiert Wohnungen

Von 7 bis 16 Uhr stehen hier die Wagen des Unternehmens, das in Westerfilde Wohnungen modernisiert.

„Das geht nun schon fast ein Jahr“, schreibt Gabriele Nelke bei Facebook. Ihr Post hat mittlerweile mehr als 200 Kommentare und sorgt für vielfältige Reaktionen.

Von „sehr ärgerlich“ über „Manche Leute haben Langeweile und mobben alles“ ist die gesamte Bandbreite der üblichen Facebook-Kommentare zu lesen.

Vonovia-Mitarbeiter kommentierte Post

„Ein Vonovia-Mitarbeiter hat den Post selbst kommentiert, ihn dann aber wieder gelöscht“, erzählt Nelke im Gespräch mit der Redaktion.

Selbstverständlich hätten sie und ihr Mann selbst bei der Vonovia und beim Ordnungsamt um Hilfe gebeten – und zwar, nachdem sie von Vonovia-Mitarbeitern „schroff angegangen“ worden seien, als sie vor Ort Kritik geübt hatten.

Wagen des Wohnungsunternehmens Vonovia parken in Garageneinfahrten von Privatpersonen.
Wagen des Wohnungsunternehmens Vonovia parken in Garageneinfahrten von Privatpersonen. © Gabriele Nelke © Gabriele Nelke

Das bestätigt Maximilian Löchter, Pressesprecher der Stadt Dortmund. Daraufhin war das Ordnungsamt vor Ort. „Die Kontrolle hat ergeben, dass die Beschwerde zurecht erhoben wurde“, schreibt Löchter auf unsere Anfrage. Viele Handwerker hätten ihre Fahrzeuge nicht ordnungsgemäß geparkt.

Die Falschparker wurden darauf hingewiesen, dass sie die Wagen nicht ordnungsgemäß abgestellt haben. „Mit weiteren Nachkontrollen ist im Zuge der Vorortkontrollen zu rechnen“, sagt Löchter.

Gabriele Nelke hat Fotos von den vielen Vonovia-Autos gemacht, die im Wehrling parken.
Gabriele Nelke hat Fotos von den vielen Vonovia-Autos gemacht, die im Wehrling parken. © Gabriele Nelke © Gabriele Nelke

Gabriele Nelke ginge es nicht darum, Menschen bloßzustellen. „Ich möchte einfach nur in Ruhe hier leben“, sagt die Dortmunderin, die als einzige in einem Haus in Privatbesitz wohnt.

Sie wäre in den Urlaub gefahren, um ein wenig Ruhe zu bekommen, aber wegen der Pandemie sei das, verständlicherweise, nicht möglich.

Entschuldigung der Vonovia

Vonovia-Sprecherin Bettina Benner bedauert die Situation in einer Stellungnahme. „Dafür, dass nicht alles optimal gelaufen ist, können wir uns nur entschuldigen.“

Dass so viele Autos derzeit im Quartier in Westerfilde unterwegs seien, liege daran, dass „viele Gewerke mit unterschiedlichen Aufgaben und unterschiedlichen Materialien und Handwerkszeug im Auto in der Siedlung“ arbeiten.

Auch die Corona-Pandemie trage dazu bei, dass mehr Wagen als üblich eingesetzt werden müssen, weil „nur eine begrenzte Anzahl von Insassen Corona-bedingt zusammen fahren“ dürfe.

„Im ungünstigen Fall kommen Materialtransporter hinzu. Da ist das Verkehrschaos leider zeitweilig vorprogrammiert.“

Sprecherin verspricht Besserung

Doch das rechtfertige nicht das falsche Parken. „Wir werden mit unseren Mitarbeitern sprechen und sie für die schwierige Situation sensibilisieren“, so Benner.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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