Vom Waffenfund bis zum Prozess: Alles zum Waffennarr aus Lütgendortmund

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Über Tage hinweg war das Haus, in dem der Waffennarr wohnte, abgeriegelt. Nur Anwohner durften die Absperrung passieren. (Archiv) © Natascha Jaschinski
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Vor knapp zwei Jahren wurde er festgenommen; ein damals 68-jähriger Rentner aus Lütgendortmund verwandelte die Volksgartenstraße im September 2020 zehn Tage lang in eine Art Hochsicherheitszone. Immer wieder hallte der Knall kontrollierter Sprengungen durch die Straßen – erst am Mittwoch (9.9.20), als eine Weltkriegs-Mine auf einem Feld detonierte, dann am Donnerstagabend, als Experten TNT kontrolliert sprengten.

Der Bereich war großräumig abgesperrt. Bilder von den Tagen der Durchsuchung können Sie sich hier erneut anschauen.

Fotostrecke

Viele Fotos: Eindrücke vom Großeinsatz in Lütgendortmund

Die Ruhr Nachrichten berichteten damals umfangreich über den Fall

Die damalige Berichterstattung zu den Ereignissen an der Volksgartenstraße können Sie hier nachlesen:

Polizeisprecher Torsten Sziesze erläuterte damals den SEK-Einsatz in der Volksgartenstraße bei uns im Video:

Der Prozess

Am 9.9.2020 (Mittwoch) nahm die Polizei den Rentner fest. Doch bis ihm der Prozess gemacht wurde, dauerte es. Dem Mann drohte angesichts der schieren Menge an illegal gehortetem Sprengstoff und unerlaubten Waffenbesitzes eine harte Strafe.

Doch der Prozess verzögerte sich:

Nach gut einem Jahr ging der Prozess los. So erlebten unsere Gerichtsreporter die Verhandlung:

Über zwei Jahre Haft verhängte das Gericht als Strafe. Doch der Angeklagte ging in Berufung. Der erneute Prozess fand gut zwei Jahre nach der Entdeckung der Mine 2020 statt. In Haft muss der inzwischen 70-Jährige wohl nie mehr.