Die Mauer des Schlosses Bodelschwingh ist nicht mehr die jüngste. Weil inzwischen Steine aus der Mauer brechen, ist der angrenzende Spazierweg gesperrt. © Privat
Schloss Bodelschwingh

Wegen Denkmalschutz: Sanierung der Schlossmauer verzögert sich

Die Schlossmauer in Bodelschwingh macht Ärger. Weil der Putz bröckelt und Steine herausbrechen ist der angrenzende Fußweg seit Monaten gesperrt – und wird es wohl noch länger bleiben.

Die Straße „Zur Hunnenboke“ geht entlang der Schlossmauer in Bodelschwingh in einen Fußweg über. Doch der ist in Teilen seit September 2019 gesperrt. Der Grund: Die Mauersubstanz ist porös geworden, der Putz bröckelt und Steine brechen heraus – eine Gefahr für Spaziergänger.

Doch die scheint das nicht zu stören. Im Gegenteil: Regelmäßig schieben sie die Absperrung beiseite, um den Weg dennoch zu nutzen. Die Stadt Dortmund hatte bereits auf Anfrage mitgeteilt, dass die Sperrung deshalb nun mit höherer Frequenz kontrolliert und wenn nötig wieder aufgebaut werde.

Doch wann werden die Mauerschäden behoben? „Leider gibt es noch keinen Termin für die Instandsetzung der Mauer“, sagt der Bodelschwingher Schlossherr Felix zu Knyphausen auf Anfrage. „Die Schadensaufnahme und die Festlegung der nötigen Instandsetzungsarbeiten haben viel Zeit in Anspruch genommen.“

Mauer steht unter Denkmalschutz

Die Mauer steht ebenso wie das um 1300 erbaute Schloss unter Denkmalschutz. „Mittlerweile wird mit Architekten und Denkmalschutz ein Sanierungs- und Finanzierungskonzept erarbeitet, was sich aber leider Corona-bedingt verzögert“, erklärt Felix zu Knyphausen.

Es handele sich um ein umfangreicheres und aufwendigeres Projekt als gedacht. „Wir sind uns bewusst, dass dies mit Einschränkungen für die Spaziergänger einhergeht und hoffen auf Verständnis.“

Über die Autorin
Redakteurin für Schwerte und den Dortmunder Süden
Redakteurin, davor Studium der angewandten Sprachwissenschaften in Dortmund und Bochum. Sportbegeistert und vor allem tänzerisch unterwegs.
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Carolin West

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