Eine beliebte Adresse unter den weiterführenden Schulen im Dortmunder Westen: das Schulzentrum Kirchlinde mit dem Bert-Brecht-Gymnasium und der Droste-Hülshof-Realschule. © RVR 2020 / aerowest
Anmeldezahlen im Überblick

Weiterführende Schulen im Westen: Eltern fragen zwei Schulen kaum nach

Vier Wochen vor den Sommerferien fiebern die Viertklässler ihrem Schulwechsel entgegen. An zwei der zwölf weiterführenden Schulen im Dortmunder Westen melden Eltern kaum noch Kinder an.

In vier Wochen beginnen die Sommerferien. Für die Viertklässler fängt danach ein neuer Lebensabschnitt an: Sie gehen auf eine weiterführende Schule. Nun hat das Schulverwaltungsamt die Anmeldezahlen für die Gymnasien, Gesamt-, Real und Hauptschulen vorgelegt.

Wie in den Vorjahren sind die Anmeldezahlen für die Gymnasien und Gesamtschulen hoch. Eltern wollen ihren Kindern offenkundig mit dem Abitur den höchsten Abschluss ermöglichen. Stadtweit wechselt nur etwas mehr als ein Viertel der insgesamt 5101 Jungen und Mädchen auf eine Real- oder Hauptschule. Besonders hoch einmal mehr: die Anmeldungen bei den Gesamtschulen.

Gesamtschulen

Im Dortmunder Westen kommt zur Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dorstfeld, Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Huckarde und Heinrich-Böll-Gesamtschule in Lütgendortmund eine vierte hinzu: Die Stadt hat die bisherige Sekundarschule in Westerfilde in die Reinoldi-Gesamtschule umgewandelt.

107 Kinder besuchen dort künftig die Jahrgangsstufe 5. Das Bildungsangebot der Sekundarschule läuft derweil sukzessive aus. In fünf Jahren verlassen die Mädchen und Jungen der künftigen Jahrgangsstufe 6 als letzte die Schule.

Die Reinoldi-Sekundarschule ist wird Schuljahr 2021/22 zur Gesamtschule. 2020 bezog sie einen Neubau. Der Altbau ist mittlerweile abgerissen. Um den den hohen Bedarf an Gesamtschul-Plätzen zu decken, entsteht auf dem Campus in den kommenden Jahren ein weiterer Neubau in Modul-Bauweise.
Die Reinoldi-Sekundarschule ist wird Schuljahr 2021/22 zur Gesamtschule. 2020 bezog sie einen Neubau. Der Altbau ist mittlerweile abgerissen. Um den den hohen Bedarf an Gesamtschul-Plätzen zu decken, entsteht auf dem Campus in den kommenden Jahren ein weiterer Neubau in Modul-Bauweise. © Tobias Weckenbrock (Archiv) © Tobias Weckenbrock (Archiv)

106 neue Schüler begrüßt die Martin-Luther-King-Gesamtschule im August. 86 Kinder meldeten die Eltern im Frühjahr in Oberdorstfeld an. 162 Kinder wechseln im kommenden Schuljahr auf die Gustav-Heinemann-Gesamtschule. 129 Kinder haben die Eltern in Huckarde angemeldet.

Die freien Plätze wurden bei beiden Schulen im Umverteilungsverfahren vergeben. Genau anders herum das Verfahren in Lütgendortmund: Hier lagen 187 Anmeldungen für die 162 Plätze in der Heinrich-Böll-Gesamtschule vor.

Gymnasien

Einen deutlichen Anstieg bei den Fünftklässlern hat das Bert-Brecht-Gymnasium (BBG) in Kirchlinde. 143 Jungen und Mädchen besuchen ab August die Schule. Im Vorjahr meldeten die Eltern 116 Kinder am BBG an. Seit drei Jahren ziemlich konstant sind die Zahlen am Heinrich-Heine-Gymnasium: 111 Kinder besuchen bald die neue Fünf.

Obwohl der Rat für das Reinoldus- und Schiller-Gymnasium eine Fünfzügigkeit beschlossen hat, bleibt es in Dorstfeld bei drei fünften Klassen. 65 Jungen und Mädchen wechseln ab Herbst an den Hallerey. Seit dem Schuljahr 2018/19 nimmt die Schülerzahl am RSG ab. Meldeten die Eltern damals 105 Fünftklässler an, waren es im letzten Schuljahr noch 87 Schülerinnen und Schüler.

Realschulen

Rückläufig sind die Zahlen auch direkt nebenan in der Wilhelm-Busch-Realschule: 62 Kinder starten hier nach den Ferien in einen neuen Lebensabschnitt. 49 Anmeldungen lagen bis zum 3. März vor. Auch hier ein Einbruch der Zahlen: 103 Anmeldungen waren es 2018/19, 90 im Schuljahr 2019/20 und für das zu Ende gehende Jahr 78.

Die Droste-Hülshof-Realschule in Kirchlinde verzeichnete indes mehr Anmeldungen (142) als Kinder aufgenommen werden können. 111 Jungen und Mädchen gehen bald in die Schule an der Bockenfelder Straße. Die Anmeldezahlen waren mit 127 bereits im Jahr 2018/19 hoch. Damals wurde eine zusätzliche Eingangsklasse gebildet.

Mehr als 100 Jahre alt, komplett saniert und renoviert ist die Jeanette-Wolff-Schule am Mengeder Markt. Nur 18 Fünftklässler besuchen ab August die Hauptschule.
Mehr als 100 Jahre alt, komplett saniert und renoviert ist die Jeanette-Wolff-Schule am Mengeder Markt. Nur 18 Fünftklässler besuchen ab August die Hauptschule. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Die dritte Realschule im Dortmunder Westen ist die Albert-Schweitzer-Realschule in Nette. 76 Schülerinnen und Schüler nimmt sie im kommenden Schuljahr auf. 67 Kinder meldeten die Eltern bis Anfang März an. In den Vorjahren lagen die Anmeldungen zwischen 77 und 85 Schülern.

Hauptschulen

Nur noch jeweils eine Eingangsklasse bilden die beiden Hauptschulen. 22 Kinder wechseln nach den Ferien an die Hauptschule Kley. Die Jeanette-Wolff-Schule am Mengeder Markt nimmt 18 Fünftklässler auf. Laut Schulentwicklungsplanung wäre bei beiden Platz für die doppelte Anzahl.

Das Schulverwaltungsamt weist auf die Vorläufigkeit der Statistik hin. Endgültige Angaben über die Größe der neuen fünften Jahrgänge lägen erst am 15. Oktober vor.

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Freier Mitarbeiter
Geboren 1964. Dortmunder. Interessiert an Politik, Sport, Kultur, Lokalgeschichte. Nach Wanderjahren verwurzelt im Nordwesten. Schätzt die Menschen, ihre Geschichten und ihre klare Sprache.
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Uwe von Schirp

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