An der Dörwerstraße 54 in Dortmund hängen Schilder, die das Tragen einer Maske erbitten. © Uwe von Schirp
Coronavirus

Wie Wohnungsgesellschaften in Dortmund mit dem Coronavirus umgehen

Was ist zu tun, wenn viele Menschen auf einem Flecken wohnen und vermieden werden soll, dass sich das Virus ausbreitet? Wohnungsgesellschaften und Konzerne haben eigene Covid-19-Maßnahmen.

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen trotz des Lockdowns im November steht nun im Raum, dass es ab Montag (14.12.) zu einem noch schärferen Lockdowns in Deutschland kommen soll. Das hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitagnachmittag (11.12.) bekannt gegeben.

Nicht nur die Politik beschäftigt sich mit Möglichkeiten, die Corona-Lage in den Griff zu bekommen. Auch Institutionen und Vereine bemühen sich, die Situation zu entschärfen. Und Wohnungsbaugesellschaften.

Hinweisschilder mit Bitte aufgetaucht

In einem Wohnhauskomplex an der Dörwerstraße im Dortmunder Ortsteil Nette sind nun Hinweisschilder mit der Bitte angebracht worden, Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das berichtet ein Anwohner unserer Redaktion. Dabei handelt es sich um drei Hochhäuser mit 84 Wohnungen unweit des Schulzentrums.

In Dortmund besitzen die LEG und der Bochumer Konzern Vonovia die meisten Wohnungen. Vonovia gehören rund 20.000 Wohnungen, der LEG mehr als 13.500. Bei beiden Gesellschaften stellen wir eine Anfrage.

Wie die LEG ihre Mieter vor Corona schützen will

Die LEG schreibt als Antwort darauf, dass sie ihre Mieter in Dortmund seit Mitte März „mit einer Vielzahl von Maßnahmen und Angeboten in der Corona-Krise unterstützt“. Dazu gehört die Empfehlung, die AHA-Regeln einzuhalten. Darauf weisen Aushänge hin, so Pressesprecher Mischa Lenz.

Seit November 2020 hängen „in Aufzügen und auf Allgemeinflächen“ Hinweise, die dazu aufrufen, Masken zu tragen. Seit die Maskenpflicht auch auf Spielplätzen gilt, seien auch diese entsprechend mit Schildern bestückt, so Lenz. Außerdem hängen auf Spielplätzen Hinweise, die daran erinnern, die AHA-Regeln einzuhalten.

Aushänge mahnen, Abstand zu halten

Auch am Mieterbüro wird auf Abstand halten und Atemschutz hingewiesen. Primär würden Aushänge zum Thema Maskenpflicht in Aufzügen und auf Allgemeinflächen in Großwohnsiedlungen prominent platziert werden, so Lenz.

Nicht immer und überall gibt es dafür Akzeptanz: „Leider mussten wir feststellen, dass unsere bisherigen Aushänge in Treppenhäusern, Aufzügen und Allgemeinflächen immer wieder durch Mieter oder Dritte entfernt und daher regelmäßig durch uns erneuert werden müssen“, sagt Lenz.

Vonovia bietet Kontaktformulare an

Die Vonovia verweist neben ähnlichen Maßnahmen wie denen der LEG auch auf die Corona-Warn-App der Bundesregierung. Außerdem weist Vonovia-Pressesprecher Matthias Wulff darauf hin, dass der Konzern Formulare in sechs Sprachen zur Verfügung stellt, die es Mietern möglich machen sollen, Nachbarschaftshilfe zu organisieren.

Der Appell des Netter Bewohners, der sich bei unserer Redaktion meldete, lautet: „Das Maskentragen im Flur ist ein Zeichen für Solidarität. Macht mit!“

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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