Schon wieder liegen auf einem Dortmunder Radweg illegal entsorgte Abfall-Berge. © privat
Wiederholungstäter?

Wieder Müllberg auf Radweg – Emschergenossenschaft droht mit Konsequenzen

Ein Dortmunder Radfahrer kann es nicht fassen. Schon wieder bremst ihn ein riesiger Müllberg mitten auf dem Radweg aus. An exakt derselben Stelle wie kürzlich. Er hat aber eine Idee.

Man kann es nur vermuten, aber der Verdacht liegt nahe, dass hier Wiederholungstäter am Werk waren und sich schön ins Fäustchen gelacht haben. Denn innerhalb kürzester Zeit entsorgten Umweltsünder zum zweiten Mal bergeweise Müll auf einem Dortmunder Radweg. Erst Ende September lagen dort ein riesiger Müllberg aus blauen Säcken.

Erneut schickte uns ein Radfahrer Fotos vom Doppel-Tatort. „Ich würde darauf wetten, dass es dieselben Leute waren. Es sieht schwer danach aus, als bringt einer sein Haus und seinen Garten auf Vordermann“, sagt er gegenüber unserer Redaktion. Seine Aufnahmen stammen von Freitag (8.10.).

Der Radfahrer, der auch den zweiten Müllberg entdeckte, schlägt an dieser Stelle die Installation von Wildkameras vor.
Der Radfahrer, der auch den zweiten Müllberg entdeckte, schlägt an dieser Stelle die Installation von Wildkameras vor. © privat © privat

Radfahrer fordert Wildkameras

Während Ende September mehrere Autoladungen Müllsäcke mit Renovierungsabfällen an der Niedernetter Straße / Ecke Ellinghauser Straße in Dortmund-Nette illegal entsorgt wurden, ist es diesmal ein großer Haufen Gartenabfälle. „Hier wurde ganz klar altes Zeugs aus einem Garten herausgerissen. Richtig traurig“, so der Radfahrer.

Er meint: Hier müssten unbedingt Wild-Kameras aufgestellt werden.

Was sagt die zuständige Emschergenossenschaft zu diesem Vorschlag? Sie musste nämlich bereits vor rund zwei Wochen den riesigen Müllberg aus 20 bis 30 Müllsäcken entsorgen. „Die Entfernung bindet wertvolle Arbeitskapazität, die Entsorgung sorgt für erheblichen Finanzaufwand“, schrieb damals Anne-Kathrin Lappe, Pressesprecherin der Emschergenossenschaft.

Emschergenossenschaft verrät keine Details

Diesmal antwortet uns EGLV-Pressesprecher Ilias Abawi. Zum Thema Wild-Kameras hüllt er sich allerdings in Schweigen: „Weitere Maßnahmen, die wir ergreifen werden, möchte ich aus verständlichen Gründen aktuell lieber nicht kommunizieren“, antwortet er am Montagmorgen (11.10.) auf Anfrage dieser Redaktion.

Dieser Anblick schockt wohl nicht nur den Radfahrer, der den Müllberg entdeckt hat. Die Dreistigkeit der illegalen Müllentsorger kennt keine Grenzen.
Dieser Anblick schockt wohl nicht nur den Radfahrer, der den Müllberg entdeckt hat. Die Dreistigkeit der illegalen Müllentsorger kennt keine Grenzen. © privat © privat

Seinem Unmut über die zweite Müllkippe innerhalb von zwei Wochen macht er dafür in seiner Antwort-Mail unmissverständlich deutlich: „Für uns ist das mehr als ärgerlich, da unsere Kollegen eigentlich andere Aufgaben haben. Wir werden nun verstärkt auf solche Fälle achten.“

Müll soll zeitnah entfernt werden

Auch der finanzielle Mehraufwand sei nicht zu unterschätzen, so Illias Abawi. „Genau beziffern möchte ich das aktuell nicht. Das merken die Verantwortlichen dann, wenn sie die Rechnung präsentiert bekommen.“ Denn: „Sollten die Täter erwischt werden, werden wir das in jedem Fall zur Anzeige bringen, damit sich die Verantwortlichen dafür auch verantworten können“, schreibt Illias Abawi.

Der Pressesprecher verspricht, dass der Abfall an der Niedernetter Straße zeitnah entfernt werde. Bereits Ende September hatte die Emschergenossenschaft schnell reagiert und den Müllberg abgeholt.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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