10.000 Menschen besuchten Projekt von Yoko Ono in Dortmund – das Kunstwerk wurde zerstört

Ausstellung am U

Drei Monate lang lud ein Kunstprojekt von Yoko Ono am Dortmunder U Besucher zum Mitwirken ein. Knapp 10.000 nutzten die Gelegenheit. Das entstandene Werk wurde zum Abschluss zerstört.

Mitte

, 16.01.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das zentrale Ausstellungselement wurde zum Abschluss der Yoko-Ono-Ausstellung zerstört.

Das zentrale Ausstellungselement wurde zum Abschluss der Yoko-Ono-Ausstellung zerstört. © Kardasch/TU Dortmund

Im Laufe von drei Monaten haben knapp 10.000 Menschen das partizipative Kunstwerk „Add Color (Refugee Boat)“ von Yoko Ono im Container unter dem Dortmunder U besucht. Mit Pinsel und blauer Farbe haben sie ihre Gedanken zum Thema Flucht und Migration auf dem symbolischen Flüchtlingsboot hinterlassen.

Mitte Januar endete die Ausstellung, das Boot als zentrales Objekt wurde zerstört. Das geschah auf Wunsch des Kurators von Yoko Ono.

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Die weltbekannte Künstlerin hatte das Projekt der internationalen Journalistenausbildung am Erich-Brost-Institut an der TU Dortmund gewidmet. Das Institut beschäftigt sich mit internationalen Perspektiven auf Migration und Flucht. Studierende betreuten die Ausstellung.

Yoko Ono gehört zu den einflussreichsten Künstlerinnen

Besucher aus Dortmund und aller Welt haben den ehemals weißen Raum und das darin arrangierte Boot mit Farbe gestaltet und mit Bedeutung aufgeladen. „Hope“ (Hoffnung) ist dort zu lesen, „Stopp“ oder „Wir sind alle Einwanderer“. Jetzt wurde das Boot zerlegt. Das Werk sollte nur in diesem speziellen Zusammenhang existieren.

Yoko Ono, die Witwe des 1980 erschossenen „Beatles“-Mitglieds John Lennon, gehört zu den einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart. Das Leid der vor Kriegen und Unterdrückung fliehenden Menschen ist oft Thema ihrer Kunst.

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