Coronavirus: Persebecker müssen um ihr großes Jubiläumsfest bangen

mlz1200 Jahre Persebeck

Die Vorfreude auf das Stadtteiljubiläum 1200 Jahre Persebeck wird durch die Corona-Krise getrübt. Vorträge werden schon verschoben und auch das große Fest steht auf der Kippe.

von Marc Dominic Wernicke

Persebeck

, 23.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Ortsteil Persebeck wird im April 1200 Jahre alt. Eigentlich sollte dieser besondere Geburtstag in der ersten Jahreshälfte mit mehreren Aktionen gefeiert werden, doch wegen des Coronavirus wurde das Vorhaben auf unbestimmte Zeit vertagt.

Die erste Veranstaltung, die davon betroffen ist, sollte eigentlich am Donnerstagabend (26. März) stattfinden. Geplant war ein Vortrag darüber, wie vor 75 Jahren am Ende des Zweiten Weltkriegs die US-Truppen in Eichlinghofen, Persebeck und Hombruch eintrafen.

„Dieser Vortrag fällt aus den bekannten Gründen natürlich aus“, erklärte Helmut Kaufung, Mitorganisator der Veranstaltungsreihe, mit Blick auf das geltende Kontaktverbot in NRW.

Vortragsreihe wird unterbrochen

Die Veranstaltung soll nachgeholt werden, „sobald das öffentliche Leben wieder seinen normalen Verlauf nehmen kann“. Das gelte auch für zwei weitere Termine der fünfteiligen Vortragsreihe zum 1200. Stadtteilgeburtstag. Der Vortrag am Donnerstag wäre der dritte in der Reihe gewesen.

Die ersten beiden Vorträge im Schulungsraum der Feuerwache an der Kruckeler Straße fanden noch vor der Verschärfung der Krise im Januar und Februar statt. Laut Helmut Kaufung seien sie noch „sehr gut besucht“ gewesen.

„Die Vorträge handelten von der Kulturgeschichte der Linde in Westfalen und von der Sprache in Persebeck zur Zeit der Gründung“, so der Mitorganisator.

1200 Jahre Persebeck: Aktionen werden verschoben

Noch Ende Februar fand der zweite Vortrag im Schulungsraum der Feuerwache an der Kruckeler Straße statt. © Marc D. Wernicke

Die Geschichte von Persebeck beginnt im Jahr 820. Die sogenannte „Villa Perricbeci“ war zu jener Zeit ein großes Landgut, aus dem sich im Laufe der Jahrhunderte der Ort im Dortmunder Südwesten entwickelte.

Auch das Fest ist in Gefahr

Die beiden späteren Vorträge, die ursprünglich im April und Mai geplant waren, sollten diese Geschichte erzählen. Nun sind auch sie auf unbestimmte Zeit verschoben.

„Auch die Vorbereitungen für die große Jubiläumsfeier im Sommer geraten ins Stocken“, sagt Helmut Kaufung.

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Da sich die Organisatoren wegen des derzeitigen Kontaktverbots nicht treffen können, sei fraglich, ob vor dem geplanten Termin des Fests am 20. Juni noch genug Zeit für die Vorbereitungen bleibe.

„Ob das Fest auf einen späteren Zeitpunkt im Herbst verschoben werden muss, lässt sich jetzt noch nicht beantworten“, so Kaufung. Alles hinge davon ab, wie sich die Corona-Krise entwickle.

1200 Jahre Persebeck: Aktionen werden verschoben

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe wurde im November 2019 eine Linde an der Ecke Kruckeler Straße und Grotenkamp gepflanzt. © Marc D. Wernicke

Sollte sich die Situation verbessern, könnte das Fest im Eckbereich zwischen Kruckeler Straße und Grotenkamp stattfinden.

Zum Auftakt der Veranstaltungen zum 1200. Stadtteiljubiläum hatten die Organisatoren dort bereits im November 2019 eine junge Linde eingepflanzt.

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