141 Real-Märkte werden zu Edeka und Kaufland

Wirtschaft in Dortmund

Für 141 Real-Märkte steht seit Dienstag (31. 3.) fest: Ab dem vierten Quartal 2020 heißen sie Edeka oder Kaufland. Die Verträge sind bereits unterschrieben. So sieht die Verteilung aus.

Dortmund

, 31.03.2020, 19:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Edeka und Kaufland wollen zusammen 141 Real-Märkte übernehmen.

Edeka und Kaufland wollen zusammen 141 Real-Märkte übernehmen. © dpa

Der künftige Real-Eigentümer SCP Retail Investments nennt es einen „Meilenstein im Zuge unseres Konzepts“: Edeka und Kaufland wollen 141 Märkte der Supermarkt-Kette Real übernehmen. Entsprechende Verträge seien bereits unterzeichnet worden.

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88 Real-Märkte sollen demnach an Kaufland gehen, 53 an Edeka. Die Mitarbeiter würden übernommen, so SCP. Die Zustimmung durch das Bundeskartellamt stehe allerdings noch aus.

Details zu den Real-Märkten in Aplerbeck, Eving und im Indupark Kley wollte ein Unternehmens-Sprecher auf Anfrage nicht nennen. Er berief sich zum einen auf kartellrechtliche Fragestellungen, die noch offen seien. Zum anderen müsste zunächst jeder Vermieter dem Betreiber-Wechsel zustimmen. Auch Edeka und Kaufland gaben mit Verweis auf das laufende Verfahren keine Auskunft.

Die Zukunft von mehr als 100 Real-Märkten ist ungewiss

Den Kaufvertrag mit dem bisherige Real-Eigentümer Metro für 276 Märkte hat die SCP-Group in Februar 2020 unterzeichnet. Der Abschluss des Kaufprozesses wird im Mai oder Juni erwartet. Danach will SCP die Supermarktkette Real zerschlagen.

Ein Großteil der 276 Real-Märkte soll an Wettbewerber verkauft werden. Rund 50 Filialen sollen noch zwei Jahre unter dem Namen Real weitergeführt werden.

Die ersten Märkte würden ab dem vierten Quartal 2020 an Kaufland und Edeka übergehen. Für die verbleibenden mehr als 100 Real-Märkte prüfe man weiterhin alle Optionen, so SCP.

mit Material von dpa

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