16 Festnahmen: BVB-Ultras randalieren auf der Unionstraße in Dortmund

Polizei

Laut grölend randalierten 50 Personen an einer Baustelle, dann bewarfen sie Polizisten und flüchteten in den Westpark. Einige der Verdächtigen gehören einer bekannten Dortmunder Gruppe an.

Dortmund

, 02.02.2020, 15:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
An dieser Baustelle an der Unionstraße randalierte die Gruppe.

An dieser Baustelle an der Unionstraße randalierte die Gruppe. © Oliver Volmerich

Mehrere Anrufer hatten um 4.20 Uhr am Sonntagmorgen (2.2.) die Polizei alarmiert und eine etwa 50-köpfige Personengruppe gemeldet, die in einer Baustelle an der Unionstraße randaliere. Baustellenbaken und Lampen würden laut grölend umgeworfen. Von dort lief die Gruppe in Richtung Rheinische Straße.

Polizeibeamte trafen die beschriebene Gruppe auf der Langen Straße an. Unbekannte warfen daraufhin Bierflaschen auf einen Streifenwagen, so die Polizei. Die Meute teilte sich auf und lief in den Westpark, Polizeibeamte nahmen dort insgesamt 16 Personen vorläufig fest.

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Sieben der Tatverdächtigen entließ die Polizei vor Ort. Neun Männer wurden jedoch in den Polizeigewahrsam gebracht, vernommen und ihre Personalien wurden aufgenommen. Nach Abschluss aller Maßnahmen durften sie den Gewahrsam am Sonntagmittag wieder verlassen.

Neun Männer aus sieben verschiedenen Städten

Die Männer sind zwischen 22 und 27 Jahre alt und stammen aus sieben verschiedenen Städten, nur drei wohnen in Dortmund. Neben Essen, Lünen, Paderborn und dem Kreis Kleve liegen zwei Herkunftsorte in Hessen und in Baden-Württemberg.

„Es handelt sich nach jetzigem Kenntnisstand mindestens teilweise um Angehörige der Dortmunder Ultragruppierung Jubos“, so die Polizei. Am Nachmittag zuvor spielte der BVB gegen Union Berlin, am Tag nach der Tat fehlte das Straßenschild der Unionstraße.

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