16-Jährige nach Mitternacht aus der U-Bahn verwiesen

Zeugen von Schmierereien

Zwei 16-Jährige wurden in der Nacht zu Sonntag nach Mitternacht aus der U-Bahn geworfen. Zuvor waren die Jugendlichen Zeugen von Schmierereien geworden. Als die Polizei eingriff, erließen die Beamten ein Fahrverbot - auch für die beiden Zeugen.

DORTMUND

von Von Tobias Großekemper

, 15.03.2012, 05:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was der wartende Vater zu dem Zeitpunkt nicht wusste: Mehrere andere Jugendliche waren ebenfalls in der Bahn, sie zückten ihre Lackstifte und verewigten sich mit ihnen in der Bahn. Das hatte der Fahrer der Bahn offenbar bemerkt und die Polizei verständigt.Laut Aussage der Jungen stiegen dann an der Haltestelle Grävingholz Polizisten in die Bahn ein. Da die Lage ein wenig unübersichtlich ist, werden die beiden Freunde zunächst ebenfalls als Verdächtige behandelt und befragt. Zwar geben sich die Verursacher zu erkennen, Benders Sohn und sein Freund werden auch im Einsatzprotokoll mittlerweile als Zeugen geführt – dennoch werden alle miteinander von der Polizei aus der U-Bahn verwiesen.

Die Polizei habe ein Hausverbot ausgesprochen, so der Vater, auch sei den Jugendlichen die Weiterfahrt verboten worden. Da standen dann die beiden Jugendlichen an der Haltestelle Grävingholz, die Bahn fuhr weiter, die Polizei fuhr weg und die Jungen griffen zum Handy. Um 0.20 Uhr klingelte bei Thomas Bender das Telefon, zehn Minuten später hatte er sie abgeholt. Für den Vater ist verständlich, dass die Situation zunächst unübersichtlich war. Dass aber seine Sohn und sein Freund, beide minderjährig, einfach irgendwo stehen gelassen werden, das kann er nicht verstehen. Weder die Polizei noch die DSW21. Die Polizei bestätigte, das es einen solchen Einsatz gab. Die DSW21 verweist auf die Polizei, die das „Heft des Handelns in der Hand“ hatte.

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