18 Hausbewohner mussten ins Krankenhaus – Kriminalpolizei ermittelt

Feuerwehreinsatz

Warum mussten am Freitagabend 18 Bewohner eines Wohnhauses in der City in Krankenhäuser gebracht werden? Dieser Frage geht die Dortmunder Kriminalpolizei nach.

Dortmund

, 05.01.2020, 13:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

18 Bewohner eines Mehrfamilienhauses, darunter sechs Kinder, klagten am Freitagabend (3.1.) in der Straße Rosental in der Dortmunder City über starke Kopfschmerzen und Übelkeit.

Die gegen 19.50 Uhr alarmierte Feuerwehr stellte deutlich erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentrationen in der Atemluft fest und räumte alle fünf Etagen des Hauses.

Keine Defekte an den Gasthermen

Der Rettungsdienst versorgte die Hausbewohner vor Ort. „Da unser Gerät zur Blutgasanalyse defekt war, wurden zunächst alle 18 Bewohner mit Verdacht auf eine Kohlenmonoxidvergiftung in Krankenhäuser eingeliefert“, berichtet Ralf Schröer vom Lagedienst der Dortmunder Feuerwehr auf Nachfrage. Die Kinder sind 2 bis 12 Jahre alt, die Erwachsenen 30 bis 69 Jahre. Nur bei einem Bewohner wurde letztlich tatsächlich eine erhöhte CO-Konzentration im Blut festgestellt.

Da der herbeigerufene Bezirksschornsteinfeger keine Defekte an den Gasthermen in den Wohnungen feststellen und die Ursache für den Kohlenmonoxid-Austritt nicht abschließend geklärt werden konnte, ermittelt jetzt die Dortmunder Kriminalpolizei.

Wie Schröer mitteilt, gab es zwei ähnliche Feuerwehreinsätze in diesem Mehrfamilienhaus bereits am 25. November und am 1. Dezember 2019. „In diesen Fällen ließ sich die erhöhte CO-Konzentration jedoch auf die Gastherme zurückführen. Verletzte gab es keine.“

Während des Einsatzes am Freitagabend war die Straße Rosental gesperrt.

Lesen Sie jetzt