24 Metall-Vasen vom Friedhof geklaut

Polizei sucht Zeugen

Um an Kupfer, Messing und Bronze zu kommen, machten dreiste Diebe am Wochenende auch nicht vor dem Lütgendortmunder Friedhof an der Keplerstraße halt. Sie stahlen dort von nicht weniger als 24 Gräbern Vasen aus Bronze und Kupfer.

LÜTGENDORTMUND

10.10.2011, 16:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Friedhof Lütgendortmund auf einer größeren Karte anzeigen Die Tat muss sich nach Schätzung der Polizei zwischen 17 Uhr am Sonntag und 13.30 Uhr am Montag ereignet haben. „Der durch den Diebstahl entstandene materielle Schaden kann noch nicht genau beziffert werden“, sagt die Polizei.

Der ideelle Schaden bei den Betroffenen ist hingegen riesig, wie Siegrid Kirchhelle, Chefin der Friedhofsgärtnerei an der Keplerstraße, weiß. „Die betroffenen Menschen sind schockiert“, berichtet sie. „Und es sind keine Einzelfälle. Eigentlich haben wir das Problem schon seit Jahren.“ Auch Steinmetz Roger Gottsknecht kennt die Problematik sehr gut. „Vor kurzem wurde von einem Grab eine 3800 Euro teure Bronze-Madonna gestohlen. Der Besitzer hat mir richtig leid getan.“ Und was für das kleine Kunstwerk gilt, gilt leider auch für alle anderen Gegenstände aus Metall. „Sogar die Buchstaben von den Grabsteinen werden abgeschlagen und geklaut“, weiß Roger Gottsknecht. „Es ist eine Seuche.“ Gut kann der Steinmetz verstehen, dass die Leute richtig wütend werden, wenn sie morgens die Diebstähle entdecken.

„Ich empfehle inzwischen Alu-Buchstaben und weise die Kunden gezielt darauf hin, was passieren kann, wenn sie wertvolle Metalle nehmen“, berichtet Gottsknecht. „In Essen werden auf einem Friedhof inzwischen Überwachungskameras eingesetzt. Wahrscheinlich wäre das in Lütgendortmund auch nicht schlecht“, findet er. Dort ermittelt die Polizei gegen Unbekannt wegen Diebstahls und Störung der Totenruhe.

Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich an den Ermittlungsdienst der Polizeiinspektion 2 in Dortmund-Huckarde unter Tel. 132 21 21 zu wenden.

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