250-Kilo-Bombe auf alter Zeche Gneisenau entschärft

100 Anwohner evakuiert

Bei Bauarbeiten auf dem Gelände der alten Zeche Gneisenau ist am Freitagvormittag eine 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. 100 Anwohner wurden evakuiert, zwei wichtige Straßen waren gesperrt. Nach gut 50 Minuten gelang die Entschärfung gegen 14.10 Uhr. Sie war komplizierter als gewöhnlich.

DERNE

, 18.03.2016, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Bombe liegt in zehn Metern Tiefe auf dem alten alten Zechengelände.

Die Bombe liegt in zehn Metern Tiefe auf dem alten alten Zechengelände.

Aktualisierung 14.13 Uhr: Bombe entschärft

Geschafft! Die Bombe ist entschärft, meldet die Stadt. Alle Sperrungen sind mit sofortiger Wirkung aufgehoben, die Anwohner können wieder in ihre Wohnungen.

Aktualisierung 13.25 Uhr: Entschärfung hat begonnen

Die Entschärfung hat soeben begonnen, teilt die Stadt per Twitter mit. Daumen drücken!

#doBombe: Entschärfung in Derne hat soeben begonnen

— Stadt Dortmund (@stadtdortmund)

 

Aktualisierung 12.56 Uhr: Straßen gesperrt

Die Einsatzbesprechung ist vorbei, der Zeitplan steht. Ab sofort sind die Gneisenaustraße zwischen dem Derner Kreisel und der Auffahrt zur B236 gesperrt und die Derner Straße ab der Beylingstraße. Der Beginn der Entschärfung ist bereits für 13.15 Uhr geplant, bis dahin sollen alle Anwohner evakuiert worden sein. Wie lange die Entschärfung dauert ist angesichts des seltenen und beschädigten Zünders schwer zu schätzen. Es wird aller Voraussicht länger als die übliche halbe Stunde dauern.

Aktualisierung 12.34 Uhr: Zünder ist beschädigt

Momentan läuft die Einsatzbesprechung, auf der der genaue Zeitplan der Entschärfung und der Evakuierung beschlossen wird. Dann steht auch fest wann die Gneisenauallee und die Derner Straße gesperrt werden. Schon jetzt ist klar: Es wird eine kompliziertere Aufgabe als sonst für die Kampfmittelräumer. Denn die amerikanische Bombe hat einen seltenen britischen Zünder, der auch noch beschädigt ist, erklärt Stadtsprecherin Karin Pinetzki.

Eine andere Besonderheit ist, dass die Bombe ziemlich tief im alten Zechengelände steckt. Von vor Ort ist zu hören, dass der Blindgänger in etwa zehn Metern Tiefe liegt.

Der Evakuierungsradius:

Erstmeldung 11.15 Uhr: Entschärfung noch am Freitag nötig

Vor der Entschärfung muss ein Gebiet von 250 Metern rund um die Bombe geräumt werden. Neben hundert Anwohnern wird dann auch die Gneisenauallee gesperrt werden. Wann es genau zur Entschärfung kommt und entsprechend die Evakuierung beginnt, ist noch nicht bekannt. Die Stadt verweist auf eine Einsatzbesprechung um 12 Uhr zwischen den verantwortlichen Ämtern der Stadt und den Kampfmittelräumern.

Im südlichen Teil der Zeche Gneisenau entsteht momentan ein Logistikpark. Vor Bauarbeiten wird routinemäßig der Boden auf Weltkriegsbomben überprüft. Bei diesen Luftbild-Überprüfungen entdeckten die Kampfmittelräumer die amerikanische 250-Kilo-Bombe.

Wir berichten nach.

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