26-Jähriger aus Psychiatrie entlassen

Kaninchen-Killer

DORTMUND Abrupt endete die Serie der brutalen Kaninchentötungen in Dortmund und Umgebung mit der Festnahme von Daniel S. im Mai. Der 26-Jährige wurde in die Psychiatrie eingeliefert, ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

von Von Arne Niehörster

, 06.11.2009, 05:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Ermittler glauben nicht, dass der behinderte Daniel S. solche Hürden wie bei diesem Tatort in Brackel alleine überwinden konnte.

Die Ermittler glauben nicht, dass der behinderte Daniel S. solche Hürden wie bei diesem Tatort in Brackel alleine überwinden konnte.

Holznagel: „Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Tiere nicht durch Menschenhand gestorben sind.“ Auch lebend gefundene Kaninchen konnten keinem Besitzer zugeordnet werden. Außerdem folgte auf die Festnahme von Daniel S. nur einen Tag später der nächste Schock: Zwei geköpfte Kaninchen in Husen. Die Polizei glaubt an einen Nachahmer und vor allem nach wie vor daran, mit Daniel S. den mutmaßlichen Kaninchen-Köpfer erwischt zu haben. Aber: „Wir haben Zweifel, dass er das alles alleine getan hat“, so Polizeisprecher Manfred Radecke. Daniel S. war nicht mobil, ist geistig und körperlich behindert. Die Ermittler glauben nicht, dass er alle Tötungen in diesem großen Gebiet durchführen konnte. Radecke: „Vor allem, weil einige Käfige sehr schwer zu erreichen waren.“ Die Vermutung, dass Daniel S. einen oder mehrere Helfer hatte, liegt nahe.

Die Serie begann Mitte 2007 in Witten. Im Januar 2008 ging es in Dortmund weiter. Insgesamt wurden an 35 Tatorten 59 Kaninchen getötet, davon 33 geköpft. 32 Tiere sind bis heute verschwunden. 

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