65 Prozent aller Corona-Impfungen in Dortmund wurden im Impfzentrum Phoenix-West durchgeführt. © Archiv
Corona-Impfung in Dortmund

3 Grafiken zum Impfzentrum: Wer wurde bereits womit geimpft – und warum?

Knapp 120.000 Menschen sind im Impfzentrum Dortmund schon geimpft worden. Ein Blick in die Statistik zeigt, aus welchen Gründen bislang die meisten Menschen geimpft wurden.

Die Impfquote in Dortmund steigt rasant, hat sich zuletzt innerhalb von drei Wochen auf über 25 Prozent (Erstimpfungen) verdoppelt. Der größte Teil der Dortmunder Impfkampagne gegen das Coronavirus findet bisher im Impfzentrum auf Phoenix-West statt.

Seit dem Impfstart am 8. Februar hatten hier knapp 120.000 Menschen (Stand 29.4.) schon einen Termin. 97.255 Erstimpfungen wurden bereits gespritzt, 22.034 Zweitimpfungen gab es.

Das sind gut 65 Prozent aller Corona-Schutzimpfungen, die bisher in Dortmund durchgeführt wurden. Weitere knapp 18 Prozent haben die Arztpraxen übernommen, knapp 17 Prozent die mobilen Impfteams.

Doch wer sind die Menschen, die bisher im Impfzentrum ihren Piks gegen Covid-19 bekommen haben? Ein Blick in die Statistik der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe (Stand 28.4.) gibt einen Einblick: Welche Altersgruppen hatten bisher die meisten Termine? Aus welchen Gründen waren die Menschen impfberechtigt? Und welche Impfstoffe wurden bislang am meisten eingesetzt? Ein Überblick in drei Blöcken.

1. Die Impfberechtigung

Wer aktuell eine Corona-Impfung erhält, muss dazu berechtigt sein. Die Corona-Impfverordnung legt genau fest, welche Gründe es dafür gibt – nach Alter, Vorerkrankungen oder Beruf. Die bisher größte Gruppe ist die der älteren Menschen.

Gestartet wurde im Februar mit den Über-79-Jährigen, mittlerweile sind die Jahrgänge ab 1951 und älter impfberechtigt. Über ihr Alter Impfberechtigte machen bislang im Impfzentrum die größte Gruppe aus.

Auch spezielle Berufsgruppen, die ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben, dürfen sich schon impfen lassen. Zudem können auch Menschen mit speziellen schweren Vorerkrankungen eine Impfung bekommen.

2. Das Alter

Zuerst impfberechtigt war die Altersgruppe der Menschen über 79, das spiegelt sich auch in den Zahlen wider. Über 40 Prozent der bisher im Impfzentrum geimpften Personen sind älter als 79.

Aber auch die Unter-70-Jährigen haben einen größeren Anteil. Sie waren dann nicht über ihr Alter impfberechtigt, sondern beispielsweise über ihren Beruf oder Vorerkrankungen.

3. Die Impfstoffe

Besonders um den Astrazeneca-Impfstoff gab es viel Wirbel: Zeitweise wurde er nicht mehr verimpft, weil das Auftreten seltener Nebenwirkungen überprüft werden musste. Die erneute Freigabe erfolgte allerdings recht schnell. Mittlerweile empfiehlt ihn die Ständige Impfkommission nur noch für über 60-Jährige.

Im Impfzentrum wurde bislang für 69 Prozent der Impfungen Biontech genutzt, 31 Prozent entfallen auf Astrazeneca. Moderna spielt bislang noch kaum eine Rolle: Mit dem Vakzin gab es bislang nur 158 Impfungen.

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Jessica Will

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