6 Demos an einem Tag: Fridays For Future streikt großflächig in Dortmund

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Mit dem Fahrrad, zu Fuß und eine Standkundgebung: Am 25. September will Fridays For Future das Dortmunder Stadtgebiet gleich sechsfach bestreiken.

Dortmund

, 21.09.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor drei Wochen haben die Klima-Aktivisten von Fridays For Future für eine Demonstration den Südwall dicht gemacht. Am kommenden Freitag (25. September) geht es in die nächste Demo-Etappe fürs Klima. Und wieder gibt es einen spektakulären Ablaufplan.

Mit dem Fahrrad und zu Fuß

Gleich sechs Demonstrationen soll es an dem Tag in Dortmund geben. Zu verschiedenen Zeitpunkten, an verschiedenen Orten und mit verschiedenen Konzepten.

Um 16 Uhr sammeln sich jeweils auf den Marktplätzen in Huckarde und Aplerbeck Klima-Aktivisten, um als geschlossene Fahrrad-Demos Richtung City zu radeln.

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Am Westpark treffen sich um 16.30 Uhr Demonstrierende von Fridays For Future und Parents For Future, um gemeinsam ebenfalls in die Innenstadt zu laufen. Die Lauf-Demo richtet sich vor allem an Kinder und Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind.

Zwei weitere Lauf-Demos starten um 17 Uhr auf dem Vinckeplatz im Kreuzviertel und auf dem Vorplatz der Kirche St. Joseph an der Münsterstraße in der Nordstadt. Auch von dort soll es zu Fuß in die City gehen.

Fünf Einzel-Demos werden zu einer Kundgebung

Die fünf sogenannten Sterndemos sollen sich dann um 18 Uhr als Kundgebung auf dem Friedensplatz vor dem Rathaus treffen. Dort soll es neben Livemusik und Redebeiträgen auch interaktive Aktionen geben.

Fridays For Future Dortmund rechnet pro Demo mit 100 Teilnehmern, wie die Sprecherin der Gruppe, Merle Bösing, unserer Redaktion auf Anfrage mitteilte. Für die entsprechenden Hygiene-Maßnahmen werde gesorgt. Auf dem Friedensplatz werde man die einzelnen Demo-Gruppen trennen, um das Infektionsrisiko gering zu halten.

Es soll vor allem um die Verkehrswende gehen, besonders mit Blick auf die zwei Tage später stattfindende OB-Stichwahl. Eine Empfehlung für einen Kandidaten will Fridays For Future selbst nicht abgeben. „Wir hoffen auf einen Oberbürgermeister, der den Klimaschutz nach vorne setzt“, so Sprecherin Bösing.

Globaler Streik und Verkehrschaos

Übrigens wird am Freitag nicht nur in Dortmund gestreikt, sondern auf der ganzen Welt – bei einem dieser „Global Strikes“ versammelten sich fast 2.500 Klima-Aktivisten in Dortmund.

Die Polizei Dortmund kann noch nichts Genaues zur Verkehrssituation am 25. September sagen. Es sei aber wahrscheinlich, dass es zu Beeinträchtigungen kommen werde, so Polizeisprecher Gunnar Wortmann. Für die bisher letzte Klima-Demo wurde der Wall knapp zwölf Stunden lang gesperrt. Zum Ärgernis vieler Autofahrer.

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Ärger, den Bösing und Fridays For Future gerne in Kauf nehmen: „Aufregung ist ja auch eine Form von Reaktion.“ Was bedeute, dass die Menschen sich über die Sache, um die es geht, Gedanken machen – den Klimawandel und die Zukunft dieses Planeten.

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