650 Unterschriften gesammelt

19.09.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rund 650 Unterschriften für den Erhalt des Arbeitslosenzentrums Dortmund e.V. (ALZ) wurden inzwischen in den katholischen Kirchengemeinden gesammelt. "Für viele Menschen in Dortmund ist diese Einrichtung unverzichtbar und muss weiter bestehen", so Propst Andreas Coersmeier. Bedroht ist das Arbeitslosenzentrum, da das NRW-Arbeitsministerium beabsichtigt, die Mittel zur Finanzierung aller 65 Arbeitslosenzentren und 75 Beratungsstellen für Arbeitslose ab Oktober 2008 vollständig zu streichen. Begründet wird dies u.a. mit der Beratungsmöglichkeit bei ARGEN und Kommunen. Dazu hat Christoph Gehrmann, Dienststellenleiter bei der Caritas Dortmund, in einem Brief an Minister Karl-Josef Laumann festgestellt: "Dass Beratung dort stattfindet, wo auch Sanktionen verhängt werden, kann aus fachlicher Sicht nicht funktionieren."

Bis zum 28. September werden in den katholischen Kirchengemeinden weiter Unterschriften für einen Aufruf zum Erhalt des Arbeitslosenzentrums gesammelt, der von Superintendent Jürgen Lemke, Eberhard Weber vom DGB und Propst Coersmeier unterzeichnet ist. Die Unterschriftenlisten sollen im Herbst der Landesregierung überreicht werden.

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