Dortmunds Baudezernent Ludger Wilde (l.) mit den BaseCamp-Geschäftsführern Dr. Andreas Junius und Daniel Doherr. © Roland Gorecki
Kampstraße

700 Euro für Studenten-Zimmer in Dortmund – Gibt es schon Anfragen?

Direkt in der Dortmunder Innenstadt, viele Angebote im Haus – das hat auch seinen Preis. Ein Zimmer im neuen BaseCamp an der Kampstraße wird bis zu 700 Euro kosten. Gibt es schon Anfragen?

Mehr als 300 Appartements, 19 bis 26 Quadratmeter groß, alle mit eigenem Bad, zudem möbliert mit Bett, Schrank, Schreibtisch, Stuhl – es ist ein großes Angebot, dass im Herbst 2021 fertig sein soll. Im neu hochgezogenen BaseCamp an der Kampstraße können dann Studenten einziehen.

Was sie außer den groß beworbenen „Designermöbeln“ im großen Gebäudekomplex finden, das der Nachfolger des Karstadt-Technikhauses ist: Unten ist ein Rewe-Supermarkt, eine E-Sport-Arena, ein eigenes kleines Kino, ein Fitnessbereich, es gibt Co-Working-Flächen, Gemeinschaftsküchen und oben eine Bar mit Dachterrasse. Doch so viel Angebot, eine so zentrale Lage – das hat seinen Preis.

580 bis 700 Euro monatliche Miete

Für das kleinste Studio – circa 20 Quadratmeter – muss der Student 580 Euro Miete monatlich zahlen. Für 35 Quadratmeter inklusive eigener Kleinküche im Apartment sind es 700 Euro.

Das verspricht auf seiner Internet-Seite: „Bei uns zahlen Studierende meistens unter 300 Euro/Monat – warm!“ Allerdings für Zimmer in Häusern, die zwar in der Nähe der TU- und FH-Gebäude liegen, aber weit weg von der Innenstadt. Wie groß ist also die Nachfrage für das zentrale BaseCamp?

Erste Anfragen und Verständnis für zögerliche Studenten

„Wir haben durchaus schon erste Anfragen“, erklärte Geschäftsführer Dr. Andreas Junius. Und das seien nicht nur lose Erkundigungen, sondern mitunter auch ganz konkrete Dinge, die kurz vor dem Abschluss eines Mietvertrags ständen, hieß es von den BaseCamp-Verantwortlichen Anfang Juli.

Man sei aber zuversichtlich, dass sich die Nachfrage noch steigern werde. Und man habe Verständnis für die Studenten. In der aktuellen Corona-Lage seien viele ja unsicher, ob es im Wintersemester 2021/22 wie angedeutet zurück zu mehr Präsenzveranstaltungen gehen werde.

Extra-Termin für Vertreter von FH, TU und ISM

Oder ob eine weitere Corona-Welle drohe, die die Hochschulen wieder zum Umplanen zwingen werde. Werbung machte man indes ganz gezielt bei den Verantwortlichen. Nicht nur dass man ja seit langem mit den Entscheidern der Stadt Dortmund das Projekt abstimme.

Bei einem Termin Anfang Juli hatte man nicht nur die Presse eingeladen, um erste Zimmer zu zeigen, sondern auch Vertreter der Hochschulen. Also der Technischen Universität ebenso wie der Fachhochschule, zudem die der privaten International School of Management (ISM). Und, so denkt man im BaseCamp-Team: Auch für junge Musiker, die im Orchesterzentrum lernen oder im Konzerthaus spielen, sei man ja interessant.

„Eröffnung zum Wintersemester 2021 / Oktober“

Als offizieller Eröffnungstermin ist auf der Seite des BaseCamps übrigens online nicht September 2021 genannt wie auf den Bannern auf den Baustellen-Zäunen. Dort steht nun „Eröffnung zum Wintersemester 2021 / Oktober“.

Das betrifft auch zunächst den Studenten-Teil des Gebäudekomplexes. Die knapp 120 Hotelzimmer, die auf anderen Etagen folgen sollen, der Supermarkt und weitere Läden, auch die Bar mit Dachterrasse – all das soll erst im Februar 2022 fertig sein.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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