7.000 Besucher streiften durch Brautmoden

DORTMUND Knapp 7.000 Besucher nutzten am Wochenende die Hochzeitstage in den Westfalenhallen als Vorbereitung für den schönsten Tag im Leben. In diesem Jahr mischten sich 40 Prozent Männer in die traditionelle Frauendomäne.

von Von Heike Thelen

, 20.01.2008, 15:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vielfalt in Farbe und Form zeigten die Models des Fachgeschäftes Bellevue aus Unna bei den Hochzeitstagen.

Vielfalt in Farbe und Form zeigten die Models des Fachgeschäftes Bellevue aus Unna bei den Hochzeitstagen.

Hochzeitsmessen sind traditionell Frauensache. Geduldig streifen Bräute mit ihren Freundinnen oder Müttern stundenlang durch Reihen von Tüll, Taft und Seide. Dabei haben Männer nichts zu suchen. Diese Tradition scheint nun zu wanken. „Vier von zehn Bräuten, die am Wochenende die Hochzeitstage in den Westfalenhallen besucht haben, hatten ihren Mann als Berater dabei“, bilanziert Organisator Thomas Feitscher.

„Das ist nicht nur zum Vorteil der 13 Aussteller für Brautmoden. Weil der Bräutigam immer noch am Hochzeitstag mit dem Kleid der Wahl überrascht werden soll, fällt die Kaufentscheidung oft erst nach der Messe im Geschäft“, beobachtet Feitscher. Die drei Herrenausstatter scheinen von dem großen Anteil männlicher Besucher kaum zu profitieren.

Während die zukünftigen Bräute an den Umkleidekabinen Schlange stehen, haben die Verkaufsberater der Herrenausstatter reichlich Zeit für intensive Beratungsgespräche. Armin Wollbrink aus Nette ist einer der wenigen, der die Zeit, während seine Zukünftige sich durch Taft und Tüll probiert, für einen Streifzug durch die Mode der Herrenausstatter nutzt.

„Meine endgültige Wahl treffe ich in Abstimmung mit meiner Freundin, damit mein Anzug auch zu ihrem Kleid passt“, beschreibt er ein gängiges Vorgehen. Anschließend steht die Suche nach einem Fotografen und die Wahl zwischen Kutsche und Stretchlimousine auf dem Programm.

„Das Angebot an Fotografen oder Dekoration könnte etwas mehr sein“, nennt Wollbrink eine häufig gehörte Kritik. „Eine Nachfrage, der wir gern nachkämen“, bekräftigt Feitscher. „Doch leider gibt es in Dortmund zu wenige Einzelhändler, die Hochzeitsdekoration anbieten.“

Lesen Sie jetzt