77 Dortmunder Kitas blieben geschlossen

Verdi-Warnstreik

In dreiviertel aller Kitas des städtischen Trägers Fabido standen Eltern und Kinder am Donnerstagmorgen vor verschlossenen Türen - als Folge des Warnstreiks, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. Inzwischen läuft der Betrieb aber wieder normal.

DORTMUND

, 07.04.2016, 10:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nachdem am Mittwoch bereits Beschäftigten der Stadtverwaltung und von DEW/Do-Netz für mehrere Stunden ihre Arbeit niedergelegt hatten, waren für Donnerstagmorgen die Erzieherinnen und Erzieher in den Fabido-Einrichtungen zum Warnstreik aufgerufen. In der Folge sollten die Einrichtungen zwei Stunden später als gewohnt öffnen.

Tatsächlich blieben 77 der 101 Fabido-Kitas für zwei Stunden geschlossen. 24 waren trotz des Warnstreiks ganz oder teilweise geöffnet, berichtete Stadtsprecher Michael Meinders auf Anfrage. 

"Aktive Mittagspause" am Klinikum

Am Vormittag beziehungsweise Mittag wurden auch die Beschäftigten der LWL-Kliniken in Aplerbeck und des Krankenhauses in Lütgendortmund, das zum Klinikum Westfalen gehört, zu einem mehrstündigen Warnstreik aufgerufen. Am Klinikum Dortmund an der Beurhausstraße ist eine "aktive Mittagspause" geplant. 

Die Gewerkschaft Verdi will mit den Aktionen ihrer Forderung nach 6 Prozent mehr Lohn und Verbesserungen für Auszubildende Nachdruck verleihen. Am Montag und Dienstag nächster Woche findet die nächste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern von Bund und Kommunen statt. Die Arbeitgeber-Seite hat bislang noch kein Angebot vorgelegt.

Keine weiteren Aktionen diese Woche

Abhängig vom Ausgang der Tarifgespräche will die Gewerkschaft entscheiden, ob es weitere Warnstreiks geben wird. Für diese Woche sind keine weiteren Aktionen geplant, erklärte Verdi-Bezirksgeschäftsführer Michael Bürger. 

Ein Video vom Dienstag über die Hintergründe des Streiks:

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