80 Leute sammelten 680 Kilogramm Müll im Westpark und im Kreuzviertel

mlzFrühjahrsputz im Kreuzviertel

Rund 80 umweltbewusste Menschen trafen sich zum größten privaten Cleanup, das es im Westpark und im Kreuzviertel je gegeben hat. Was sie alles zusammentrugen ist erstaunlich.

Unionviertel, Kreuzviertel

, 27.03.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Romy Schneider organisiert regelmäßig Aufräumaktionen in ihrem Viertel rund um Westpark und Möllerbrücke. Eine Aktion wie am 23. März ist aber selbst für die erfahrene Umweltschützerin etwas Besonderes. 80 Leute, darunter auch viele Kinder, waren zusammengekommen, um Unrat aus Büschen und Beeten, von Wiesen und Wegen zu sammeln. Am Ende hatten sie 680 Kilogramm Müll zusammengetragen.

Diesmal hatte die Frau mit dem einprägsamen Namen der legendären Schauspielerin besonders viel Unterstützung. Lukas Sanecki vom Rewe Supermarkt an der Möllerbrücke sponserte die Aktion mit Gegrilltem - darunter auch Vegetarisches und Veganes - sowie Getränken. „Das ist sehr gut angekommen“, sagt Romy Schneider. Die Eisdiele „Hitzefrei“ aus dem Kreuzviertel kam mit ihrem Eiswagen vorbei und spendierte Eis für alle. Zudem packten einige Jugendliche vom Jugendrotkreuz mit an.

Jede Menge Fundstücke

Die ehrenamtlichen Müllsammler fanden Teppiche, einen Bürostuhl, viel Glas und den üblichen Abfall bestehend aus Trinkbechern, Plastiktüten, Joghurtbechern, Plastikbesteck und Verpackungen von Süßigkeiten und anderem. Auch zwei Müllsäcke voller Kronkorken buddelten sie aufwendig aus dem Boden. „Zum Spenden waren sie aber leider zu verrostet und dreckig“, bedauert Romy Schneider.

Die EDG holte anschließend die vielen vollen Müllsäcke und den Sperrmüll ab. Die Beutel hatte sie im Vorfeld bereitgestellt, ebenso Zangen und Handschuhe.

Viel Engagement gegen Müll in der Landschaft zeigten die Teilnehmer beim Frühjahrsputz im Kreuzviertel und im Westpark. Sie trafen sich auf dem Rewe-Hof.

Viel Engagement gegen Müll in der Landschaft zeigten die Teilnehmer beim Frühjahrsputz im Kreuzviertel und im Westpark. Sie trafen sich auf dem Rewe-Hof. © Schneider

„Insgesamt war die Aktion erfolgreich“, sagt die Organisatorin. Aber es sei natürlich traurig, dass wieder so viel Abfall gefunden wurde. Im Herbst soll es erneut ein Cleanup im Viertel geben. Dabei ist es ihr aber wichtig, dass diese Aktionen nicht als „Wir räumen hinter den Leuten her“ gesehen werden. Kommentare in diese Richtung höre sie häufig. Vielmehr möchte sie, dass die Aktionen publik werden und die Menschen zum Nachdenken anregen. „Zum Nachdenken über seinen eigenen Umgang mit Müll, darüber, dass Müll nicht in die Natur gehört und darüber, wie man ihn überhaupt vermeiden könnte.“

Große Kampagne erwünscht

Bei aller Unterstützung, die sie bei ihrem Engagement erfährt, träumt Romy Schneider doch von einem noch breiter aufgestellten Projekt: „Ich persönlich wünschte mir mal eine große Kampagne in dieser Stadt, die den Leuten vor Augen hält, was es eigentlich anrichtet, wenn man ,nur mal eben‘ das Bonbonpapier auf die Wiese schmeißt oder ,nur diesen einen‘ Zigarettenstummel oder auch das Taschentuch. Ganz zu schweigen von Plastikmüll.“

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