Teile des Schwanenwalls müssen für 8 Wochen gesperrt werden. © Thomas Thiel
Netzreaktionen

„Absicht!“, „Katastrophe!“ – Viele Dortmunder wütend über Wallarbeiten

Die Stadt Dortmund hat eine Vollsperrung für den Schwanenwall angekündigt. Auf Facebook nennen einige User das Vorhaben eine „Katastrophe“, andere verstehen die Aufregung nicht.

Die Ankündigung der Stadt Dortmund, einen Teil des Schwanenwalls ab Montag (14.6.) für mindestens acht Wochen komplett zu sperren, hat die Gemüter in Dortmund erhitzt. Auf Facebook wird der Artikel, in dem die Bauarbeiten angekündigt werden, oft kommentiert.

Arbeitswege verlängern sich deutlich

Dabei zeigen sich viele User enttäuscht von der Stadt: „Absolutes Verkehrschaos… unbegreiflich wie man diese Situation genehmigen kann“, schreibt einer der Nutzer. Ein anderer pflichtet bei und ergänzt: „Man ist ja nichts anderes gewohnt von der Stadt Dortmund.“

Für viele Kommentierende haben die Dortmunder Baustellen auch berufliche Konsequenzen. Pendler erzählen von ihrem verlängerten Arbeitswege durch die Staus: „Von Dortmund nach Lünen sind es mittlerweile 1 Stunde 15 Minuten, unglaublich.“

Eine andere Userin schlägt in die gleiche Kerbe und schreibt: „Von Brackel bis zu den Städtischen Kliniken sind es normalerweise 15 Minuten mittags. Jetzt brauch ich teilweise eine Stunde zum Spätdienst oder Feierabend.“

Zum anderen berichten User auch von den Schwierigkeiten als Berufsfahrer: „Als Lieferant oder wenn man in der Stadt viel hin und her muss, hat man es einfach gerade so schwer…“ oder „dann soll mal jemand mit mir aus der Stadt Dortmund liefern kommen und zu meinen Kunden Entschuldigung sagen.“

Alternativen: Rad, Bahn oder man “geht zu Fuß”

Allerdings gibt es zwischen vielen erbosten Nachrichten auch einige Facebook-User, die die Aufregung nicht teilen und vorschlagen: „Man kann doch auch gut mit Rad oder Bahn fahren“, ein anderer User ergänzt „oder man geht zu Fuß.“

Unter vielen Kommentaren entwickeln sich starke Meinungsunterschiede. Für einige Nutzer handelt es sich bei einer Empfehlung, auf den ÖPNV umzusteigen hauptsächlich um „grünes Geschwurbel“ andere sehen in der großen Autoverbundenheit nur „die Angst vor Veränderung.“

Manche User vermuten sogar Absicht vonseiten der Stadt, um den Dortmunder Autofahrern das Leben zu erschweren. Der wahre Grund weniger ideologisch aufgeladen: Die Stadt sucht mit Bodensondierungen nach mehreren Bombenblindgängern und die DEW21 baut das Wärmenetz weiter aus.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.