Die Schmutzwassergebühr berechnet sich nach der Menge des Wasserverbrauchs. © picture alliance/dpa
Verbraucher

Abwassergebühren: Dortmunder sparen Geld – wenn auch nicht viel

Die Lebenshaltungskosten steigen auf breiter Front. Zumindest beim Punkt Abwassergebühren dürfen sich Dortmunder Haushalte 2022 auf eine Mini-Entlastung einstellen.

Nach dem kommenden Jahreswechsel flattern Dortmunder Haushalten die neuen Gebührenbescheide für 2022 ins Haus. Spielt die Politik in den Ratsgremien mit, könnten die Abwassergebühren sinken. Das jedenfalls schlägt die Verwaltung vor, deren Gebührenkalkulation am Dienstag (26.10.) zunächst im Ausschuss für Mobilität, Infrastruktur und Grün beschlossen werden soll.

Demnach sinkt die Abwassergebühr für einen durchschnittlichen Haushalt mit vier Personen im nächsten Jahr um 14,40 Euro auf insgesamt 582,40 Euro. Dieser Beispielrechnung liegt ein Jahresverbrauch von 160 Kubikmeter Frischwasser bei einer 160 Quadratmeter großen, versiegelten Grundstücksfläche zugrunde.

Hintergrund: Im Gegensatz zu einigen anderen Städten werden die Gebühren für die Beseitigung von Schmutzwasser und Regenwasser (Niederschlagswasser) in Dortmund getrennt veranschlagt. Die Schmutzwassergebühr berechnet sich nach der Menge des Wasserverbrauchs.

Nach der bisherigen Gebührensatzung zahlten Verbraucher bzw. Haushalte dafür im laufenden Jahr 2,31 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser. 2022 soll die Gebühr um zehn Cent Gebühr auf 2,21 Euro je Kubikmeter sinken.

Vergleich unter 15 Großstädten

Der zweite Posten, den die Stadtentwässerung Dortmund veranschlagt, sind die Kosten für die Einleitung des Regenwassers (Niederschlagswasser) ins städtische Kanalnetz. Die Gebühr dafür orientiert sich an der Größe der versiegelten Grundstücksfläche.

Bislang waren Dortmunder Haushalt mit 1,42 Euro pro Quadratmeter dabei. 2022 wird’s leicht teurer: Die Gebühr für die Regenwasser-Beseitigung soll um einen Cent steigen: von 1,42 Euro je Quadratmeter auf 1,43 Euro je Quadratmeter.

Beide Gebühren addiert, ergibt sich für einen vierköpfige Muster-Haushalt nach Angaben der Stadtentwässerung Dortmund für 2022 eine Abwassergebühr von insgesamt 582,40 Euro. Das sind unter dem Strich 14,40 Euro oder 2,41 Prozent weniger als im laufenden Jahr mit einer Gesamtbelastung von 582,80 Euro.

Wie üblich, präsentiert die Stadtentwässerung Dortmund gleich auch einen Vergleich mit anderen NRW-Großstädten, die Schmutz- und Regenwasser ebenfalls getrennt veranschlagen. Dabei weichen allerdings die zugrunde gelegten Parameter hinsichtlich Frischwasserbrauch und Grundstücksfläche vom Dortmunder Beispiel ab.

Ergebnis: Unter insgesamt 15 aufgeführten Städten belegt Dortmund Rang zwölf. Spitzenreiter mit den höchsten Gebühren sind demnach Mönchengladbach und Essen. Die niedrigsten Gebühren in diesem Vergleich haben Düsseldorf und Köln.

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Jahrgang 1961, Dortmunder. Nach dem Jura-Studium an der Bochumer Ruhr-Uni fliegender Wechsel in den Journalismus. Berichtet seit mehr als 20 Jahren über das Geschehen in Dortmunds Politik, Verwaltung und Kommunalwirtschaft.
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