Abwrackprämie sorgt für Umsatzminus im Handel

DORTMUND Des einen Freud, des anderen Leid: Während die KFZ-Branche eine massive Ausweitung der Abwrackprämie fordert, fühlt sich der Einzelhandel durch die staatliche Subvention ausgebremst.

von Von Achim Roggendorf

, 13.03.2009, 06:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Abwrackprämie sorgt für Umsatzminus im Handel

Die Abwrackprämie ist Schrott, findet der Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland.

Damit schlägt sich Schulte auf die Seite von Hubertus Pellengahr. Der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels malte jetzt in Sachen Abwrackprämie den Teufel an die Wand: „Diese Maßnahme der Regierung lenkt Milliarden an Euro in die Autobranche um.“ Laut Statistischem Landesamt ist der Umsatz im Handel im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,1 Prozent zurückgegangen. Gleichwohl will Schulte nicht den Chor der Pessimisten mitträllern. „Mit Zahlen ist das so eine Sache.“ Aus Gesprächen wisse er, dass die Dortmunder Einzelhändler nach wie vor „ein großes Maß an Gelassenheit an den Tag legen“. So sei allen Unkenrufen zum Trotz der Umsatz im Jahr 2008 nicht eingebrochen. Für das laufende Jahr „seien zwar erste konjunkturelle Schleifspuren erkennbar“. Von Untergangsstimmung in der Branche könne dennoch keine Rede sein.

Schulte hofft allerdings, dass der Topf (1,5 Mrd. Euro) für die Abwrackprämie nicht erhöht wird. „Uns wäre es natürlich lieber, wenn der Staat die Steuern weiter senkt, um den Konsum anzuheizen.“ Impulse für den Handel kämen freilich zur Zeit nur von der Tankstelle. „Die niedrigen Spritpreise sind für uns das wahre Konjunkturprogramm.“

Lesen Sie jetzt