Ämter sind geschlossen: Was bedeutet das für die städtischen Mitarbeiter?

mlzStadtverwaltung

Fast 9.000 Büro-Arbeitsplätze zählt die Stadt Dortmund. 2.500 Mitarbeiter sind für Home-Office ausgestattet. Viele bleiben aus Sicherheitsgründen zu Hause. Däumchen drehen sie aber nicht.

Dortmund

, 25.03.2020, 14:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bürgerdienste, Seniorenbüros, Ordnungs- und Sozialamt sind geschlossen. Andere städtische Ämter arbeiten in ungewohnter Weise, so wie die meisten Unternehmen und Institutionen derzeit. Auch bei der Stadt läuft in diesen Tagen für die Mitarbeiter einiges anders als sonst.

Arbeiten zu Hause statt im Büro ist auch hier ein großes Thema. „Soweit es die Aufgabenerledigung zulässt, wird Home-Office in der Stadtverwaltung in diesen Tagen verstärkt genutzt“, teilt Stadt-Sprecherin Anke Widow auf Anfrage mit.

Für zirka 2.500 PC-Arbeitsplätze von insgesamt rund 8.900 Büroarbeitsplätzen bestünde derzeit die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten. Im Bedarfsfall könne die Zahl weiter aufgestockt werden. Wie viele es aktuell tatsächlich tun, konnte Anke Widow nicht sagen.

In der aktuellen Situation werde in den einzelnen Bereichen mit Blick auf die zu erledigenden Aufgaben flexibel agiert. Dabei findet die Stadt auch kreative Lösungen. „Um die Arbeitsfähigkeit sicherzustellen, kann zum Beispiel im ,Zweischichtsystem‘ gearbeitet werden. Das heißt: Eine Gruppe arbeitet, die andere ist in Rufbereitschaft.“ Ähnliche Modelle gibt es laut Anke Widow auch mit einem 14-tägigen Rhythmus.

Zum Beispiel sind für den gewerblich-technischen Bereich auf den Betriebshöfen – etwa bei der Straßenunterhaltung, Grünpflege oder der Stadtentwässerung – Schichtmodelle angedacht. So sollen die Beschäftigten geschützt und der Service aufrechterhalten werden.

Schichtmodelle sorgen für mehr Sicherheit

Das hat den Vorteil, dass bei einer etwaigen Infektion nur ein Team betroffen wäre, das andere aber voll einsatzfähig bliebe. Die Erledigung wichtiger Aufgaben der Verwaltung ist damit sichergestellt.

Während der Rufbereitschaft übernehmen die Mitarbeiter Aufgaben, die auch ohne Zugang zum städtischen Netz möglich sind, wie etwa Telefondienst oder Arbeit an Konzepten.

Da sich die Arbeitsbelastung insgesamt erheblich verschoben hat, helfen bereits jetzt Mitarbeiter in hoch belasteten Bereichen wie Ordnungs- und Gesundheitsamt aus.

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Wer daheim arbeitet, bekommt dafür die erforderliche Ausrüstung gestellt. Hard- und Software seien vorhanden, erforderliche Lizenzen wurden und werden nachgeordert, teilt die Stadt mit.

„Die Bandbreite der Anbindung der Stadt wurde bereits erhöht, sodass die entsprechenden Datenvolumina zur Verfügung stehen.“ Serverkapazitäten seien vorhanden und könnten bei Bedarf entsprechend aufgestockt werden.

Bis auf Weiteres sind persönliche Kontakte mit den Behörden die absolute Ausnahme. Per Mail oder Telefon sind aber alle erreichbar, Angaben dazu gibt es auf der Homepage der Stadt.

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