Aktivisten kippen Bauschutt vor dem Dortmunder Stadthaus ab

Protestaktion

Aktivisten haben am Freitagmorgen Bauschutt vor dem Stadthaus abgekippt. Hinter der Aktion steckt der Protest gegen die Beteiligung an einem Energiekonzern und eine klare Forderung.

Dortmund

22.01.2021, 12:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf Schildern mit den Aufschriften "Grüße aus Lützerath" oder "Dortmund, verkauf deine Aktien“ wiesen die Aktivisten auf ihre Anliegen hin.

Auf Schildern mit den Aufschriften „Grüße aus Lützerath“ oder „Dortmund, verkauf deine Aktien“ wiesen die Aktivisten auf ihre Anliegen hin. © Leopold Achilles

Aktivisten der Initiative „Schutt und Asche“ haben am Freitagmorgen (22.1.) Bauschutt vor dem Eingang des Dortmunder Stadthauses verschüttet. Damit protestierten sie gegen RWE und den Häuserabriss in der rheinischen Gemeinde Lützerath, die der Ausweitung des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler weichen soll.

Die Stadt Dortmund sei als größter kommunaler Anteilseigner des Tagebau-Betreibers RWE mitverantwortlich für die Zerstörung des Dorfes, heißt es in der Mitteilung der Initiative.

Aktivisten fordern Verkauf der städtischen RWE-Anteile

Die Aktivisten sehen im Festhalten der Stadt an den RWE-Aktien einen Widerspruch zu den städtischen Klimazielen und fordern den Verkauf der Anteile an dem Energiekonzern.

Aktivisten der Gruppe "Schutt und Asche" verteilten am Freitagmorgen (22.1.) Bauschutt vor dem Stadthaus Dortmund.

Aktivisten der Gruppe „Schutt und Asche“ verteilten am Freitagmorgen (22.1.) Bauschutt vor dem Stadthaus Dortmund. © Leopold Achilles

„Wir protestieren gegen Dortmunds Beteiligung am Braunkohle-Riese RWE, der aus Profitgier ganze Landstriche zerstört,“ sagt die Aktivistin Friederike der Initiative „Schutt und Asche“. „An RWE festzuhalten ist ein Verbrechen an den Menschen, die zwangsumgesiedelt werden, und ein Verbrechen an uns allen, die die Konsequenzen der durch Braunkohle angefeuerten Klimakrise ausbaden müssen.“

Es ist nicht der erste Protest von Aktivisten gegen die Beteiligung der Stadt Dortmund an RWE. Im Sommer hatten sich Mitglieder der Gruppe „Extinction Rebellion“ auf dem Friedensplatz mit Kunstblut übergossen.

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