Die Möllerbrücke gehört zu den beliebten Treffpunkten im öffentlichen Raum. © Oliver Schaper (Archiv)
Coronavirus

Alkoholverbot als Corona-Schutz auch in Dortmund?

Es wird heiß in Dortmund, viele Menschen treffen sich wieder in größeren Gruppen im Freien. In Hamburg gibt es deshalb ein neues Alkoholverbot. Jetzt äußert sich auch die Stadt Dortmund zu der Maßnahme.

An den heißen Sommertagen zieht es viele Dortmunder ins Freie. Freunde und Familien treffen sich, in den Parks sind auch einige größere Gruppen zu sehen. Dabei gilt nach wie vor die Regel, dass sich wegen des Corona-Schutzes nur maximal zehn Personen nahekommen dürfen.

Wenn sich so viel Leben draußen abspielt, ändert auch das Ordnungsamt den Tagesablauf etwas. Standardmäßig sind die Mitarbeiter montags bis donnerstags bis etwa 21.30 Uhr, freitags und samstags bis etwa 23 Uhr im Stadtgebiet präsent. „Lageabhängig und im Rahmen geplanter Schwerpunkteinsätze wird der Dienst darüber hinaus verlängert“, teilt Sprecher Maximilian Löchter mit.

Am vergangenen Wochenende habe es etwa in der Nacht von Freitag auf Samstag (31.7. und 1.8.) bis etwa 2.30 Uhr verstärkte Kontrollen am Phoenix-See und in den angrenzenden Wohnstraßen gegeben; vor allem zur Bekämpfung der Autotuning- und Poserszene. „Im Rahmen dieser Schwerpunkteinsätze werden selbstverständlich auch alle anderen festgestellten Ordnungswidrigkeiten gleich welcher Art aufgegriffen und sanktioniert“, so Löchter.

Auch im Bereich der Möllerbrücke waren Einsatzkräfte in der Nacht präsent. Diese Schwerpunkteinsätze würden in unregelmäßigen Abständen wiederholt. Im Bereich des Phoenix-Sees und im Westpark ist außerdem ein externer Sicherheitsdienst engagiert.

Kein Alkoholverbot in Dortmund geplant

In Hamburg gilt seit dieser Woche in einigen Bereichen ein temporäres Alkohol-Verkaufsverbot, damit sich weniger Menschen auf den Straßen treffen. „Das Anordnen eines Alkoholverbots auf öffentlichen Flächen ist nicht geplant“, sagt Löchter klar für die Stadt Dortmund.

Von der Polizei heißt es, dass man selbstverständlich die beliebten Treffpunkte in der Stadt kenne. Man versuche zunächst, im Gespräch die Leute zu mehr Abstand zu bewegen. „Wer nicht einsichtig ist, muss mit einer Ahndung rechnen“, sagt Sprecher Peter Bandermann.

Es sei nicht die Aufgabe der Polizei, die Diskussion übers Alkoholverbot zu kommentieren. Bandermann sagt aber mit Blick auf die generelle Corona-Schutzverordnung: „Wir möchten nicht mit Verboten argumentieren, sondern appellieren an die Vernunft der Menschen.“

Die Behörden fordern alle Bürger auf, weiterhin die Regelungen des Corona-Schutzes, insbesondere den Abstand von 1,50 Meter, einzuhalten und dort wo es gegeben ist, Mund und Nase zu bedecken. Gleichzeitig bittet das Ordnungsamt um gegenseitige Rücksichtnahme bezogen auf Lärmbelästigungen und Einhaltung der Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr sowie Vermeidung von Müll im öffentlichen Raum.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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