Alles neu bei den Schachtagen: „Chess Trophy“ soll zum Festival des Schachs werden

Dortmunder Schachtage

Alles wird neu bei den Internationalen Dortmunder Schachtagen: Aus dem „Sparkassen Chess Meeting“ wird die „Chess Trophy“. Auch der Veranstaltungsort und der Turniermodus sind neu.

Dortmund

, 02.02.2020, 14:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alles neu bei den Schachtagen: „Chess Trophy“ soll zum Festival des Schachs werden

Freuen sich auf die neu strukturierten Dortmunder Schachtage (v.l.): Veranstaltungsleiter Carsten Hensel, Bürgermeisterin Birgit Jörder, Sparkassen-Vorstandschef Dirk Schaufelberger, Geschäftsführer Stefan Koth und Turnierleiter Andreas Jagodzinsky. © Oliver Volmerich

Als „Sparkassen Chess Meeting“ mit vielen Stars aus der Schachwelt haben die Internationalen Dortmunder Schachtage der Stadt in den vergangenen Jahren weltweit viel Aufmerksamkeit beschert. „Nach dem BVB ist das Chess-Meeting die Veranstaltung, mit der wir internationales Renommee erreicht haben“, stellt Bürgermeisterin Birgit Jörder fest.

Doch ab und an steht eine grundlegende Renovierung an. So ist es auch bei den Dortmunder Schachtagen. Die Zeiten eines isolierten Großmeister-Turniers, das von offenen Turnieren an einem anderen Ort begleitet wird, sind vorbei, ist man sich im neu zusammengesetzten Organisatoren-Team einig. „Wir wollen die Veranstaltung in die Zukunft führen. Und dazu lassen wir keinen Stein auf dem anderen“, kündigt der neue Veranstaltungsleiter Carsten Hensel an.

Neuer Name, neuer Ort

Die auffälligsten Änderungen: Aus dem „Chess Meeting“ wird die „Chess Trophy“. Und die Schachtage kehren vom 15. bis 19. Juli zurück in die Westfalenhallen, wo sie bereits 1992 und 2002 große Erfolge feierten.

Nur hier - im Goldsaal und Kongresszentrum - ist genug Platz, um das neue Konzept umzusetzen. Denn die Sparkassen Chess-Trophy umfasst drei offene, nach Spielstärke gestaffelte Turniere über jeweils neun Runden. „Wir wollen alles unter einem Dach haben und so ein richtiges Schach-Festival kreieren“, erklärt Casten Hensel. Der Eintritt ist frei.

Alles neu bei den Schachtagen: „Chess Trophy“ soll zum Festival des Schachs werden

Goldsaal und Kongresszentrum der Westfalenhallen sollen nur neuen Heimat der „Sparkassen Chess Trophy“ werden. © Dieter Menne (A)

Die höchste Kategorie ist ein A-Open-Turnier, das fortgeschrittenen Spielern und Profis vorbehalten ist. Hier werden auch viele Großmeister am Start sein - etwa Radoslaw Wojaszek, der das „Sparkassen Chess Meeting“ 2017 gewonnen hat, und der Deutsche Daniel Fridmann, der schon dreimal beim Chess-Meeting dabei war.

Die komplette deutsche Nationalmannschaft habe zugesagt, verkündet Hensel. Immerhin wartet auf den Sieger ein Preisgeld von 10.000 Euro, insgesamt umfasst der Preisfonds 50.000 Euro.

Offene Turniere

Das Besondere ist, dass im A-Turnier auch gute Hobbyspieler auf einen der Großmeistser treffen können. Und die Organisatoren hoffen, dass viele Schach-Enthusiasten die Gelegenheit nutzen. „Unser Ziel ist, die bisherige Rekordteilnehmerzahl von 1992 mit 541 Teilnehmern möglichst bald zu übertreffen“, kündigt Hensel an.

Auch möglichst viele Frauen sollen teilnehmen, wünscht sich Andreas Jagodzinsky. Er löst als Turnierdirektor Stefan Koth ab, der als Geschäftsführer der für das Turnier federführenden Initiative Pro Schach weiter an Bord ist.

Unterstützung durch Kramnik

Im Hintergrund wirkt zudem Ex-Weltmeister und Chess-Meeting-Rekordsieger Wladimir Kramnik mit, der als Schach-Botschafter die internationalen Beziehungen für Dortmund pflegen will. Über neue digitale Kanäle, Videos und Livestreams soll das Turnier auch wieder weltweit verfolgt werden können.

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